Römische Notizen

Bemerkenswertes aus der Kulturwelt Roms

Römische Notizen

Das 1879 am Campo Santo Teutonico gegründete "Collegium Cultorum Martyrum", das die Verehrung der römischen Märtyrer in den Kirchen und Katakomben fördern will und bis heute beansprucht, seinen Sitz am Campo Santo Teutonico zu haben, stellt jedes Jahr den Kalender der Stationsgottesdienste in der Quadragesima zusammen. Der Stationskalender führt sich zurück auf das frühe Mittelalter, als die Päpste vor allem an den Tagen der Fastenzeit jeweils in einer der Stadt- oder Friedhofskirchen Roms Messe feierte und dazu vom Lateran her zur Stationskirche ritt. In der jüngeren Zeit nimmt der Papst nur noch an der Stationsmesse am Aschermittwoch in Santa Sabina auf dem Aventin teil.

Stationskalender 2022

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Anlässlich des 200. Geburtstags des römischen Christlichen Archäologen Giovanni Battista de Rossi (1822-1894) hat der Vatikan eine Sonderbriefmarke für 2,50 Euro herausgebracht. Die Briefmarken oder der Ersttagsbrief können an der vatikanischen Post oder in Briefmarkengeschäften erworben werden (etwa direkt am Vatikan Santarossa). Das Päpstliche Institut für Christliche Archäologie und die Päpstliche Kommission für Christliche Archäologie veranstalten eine Serie von Besichtigungen und Vorträgen während des Jahres.

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Am 21. Februar veranstaltet das Päpstliche Komité für Geschichtswissenschaften am Campo Santo Teutonico einen runden Tisch anlässlich des 50. Todestages des bedeutenden Orientalisten Eugène Tisserant (1884-1972), der während der deutschen Besatzung in Rom 1943/44 verfolgten Gelehrten und Juden geholfen hat. Er konnte dies tun als Vizepräfekt der Vatikanbibliothek, der dafür vom Präfekten Giovanni Mercati Rückendeckung bekam.

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Deadline: 30. April

Der Preis der Päpstlichen Akademien 2022 wird von der Akadmie der Schönen Künste und den Virtuosen des Pantheon ausgeschrieben und betrifft Arbeiten in Kunst, Architektur, Kunst- und Architekturgeschichte. Wie schon im vergangenen Jahr gibt es Papstmedaglien zu gewinnen. Offenbar ist mit Covid die Tradition der Geldpreise vorbei.

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Rektor August Schuchert mit Kpl. Albert Lampart 1960 bei Johannes XXIII.

Der 2. Februar - Mariä Lichtmess - war in Rom seit Jahrhunderten der Tag, an dem man dem Papst die "große Kerze" (candelora) überreichte. Es waren Vertreter der Kurie, des römischen Klerus und der religiösen Häuser, die zur Sonderaudienz geladen wurden, um zunächst eine Ansprache des Papstes zu hören und ihm dann einer nach dem andern eine Kerze zu überreichen.  Noch die Rektoren des Campo Santo Teutonico August Schuchert, Emil Gugumus und Bernhard Hansler haben dies unter Pius XII., Johannes XXIII. und Paul VI. getan (mindestens bis 1970).

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„Der Campo Santo Teutonico hat immer europäisch gedacht. Das muss so bleiben, und zwar mit dem Blick auf das ganze Europa, nicht auf das ,kleine Europa‘ der Politiker. Für Ihr Kolleg gibt es keine ,eisernen Vorhänge‘". Diese Worte von Kard. Höffner 1976 zur Hundertjahrfeier des Studienkollegs passen perfekt zu der Initiative der Erzbruderschaft, am 28. Januar, dem Gedenktag Karls des Großen, zum Forum Europaeum einzuladen. Zwar wurde die schon abgeschlossene Programmplanung durch die Pandemie ausgebremst, aber im nächsten Jahr wird dieser Faden wiederaufgegriffen werden.

Hier die Hintergründe

Am 19. November 1960 hielt der bedeutende Konzilshistoriker Hubert Jedin am Campo Santo Teutonico - noch im alten Museumssaal im "Damenstift" - den öffentlichen Görres-Vortrag „Das Konzil von Trient. Aufgabe, Verlauf und Wirkung“ . Anwesend war auch der deutsche Kardinal Augustin Bea, der aus Riedböhringen bei Donaueschingen stammte (1881-1968). Bea, der bereits seit 1924 in Rom Professor für Exegese war,  war auch Mitglied des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft.

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Von Ignacio García

Ein kurioses Buch ist im kitab-Verlag erschienen: von Tanja Shahidi (oder Sahidi) der Roman "Campo Santo Teutonico und die Götter des Hradschin - Geschichten zweier Städte" - ein Taschenbuch von 211 Seiten. Weil der Krimi wirklich mit dem Campo Santo Teutonico in Rom zu tun haben will (auf S. 94-169), sei er hier kurz besprochen.

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