Römische Notizen

Bemerkenswertes aus der Kulturwelt Roms

Römische Notizen

Das Päpstliche Institut für Christliche Archäologie (PIAC) hat sein Studienprogramm für das adakemische Jahr 2024/25 veröffentlicht.  Darin finden sich die Studienbedingungen, Möglichkeit von Stipendien, aber auch die Chronik des vergangenen Jahres. Das PIAC begeht im nächsten Jahr sein 100jähriges Bestehen. Dazu sind eine Reihe von Aktivitäten geplant oder wurden bereits realisiert, wie zum Beispiel das sehr anschauliche Heft Cento Anni del Pontificio Istituto di Archeologia Cristiana.

Programm PIAC

Man sollte meinen, es gäbe irgendetwas Neues unter der glühenden Sonne Roms, für das sich aufzustehen lohnte. Dem ist nicht so. Was hat man nicht seinerzeit alles geschrieben über den Tennisplatz und das Schwimmbad des sportlichen Johannes Paul II.! Nur notorisch unsportliche Pontifices sind von solchen Neidattacken verschont.

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Eigentlich fragt man sich, weshalb in Rom trotz der ständigen Neubebauung so viel alte Strukturen aus der Römerzeit oder dem Mittelalter erhalten sind. Die Lösung ist ganz einfach: Rom ist die Siebenhügelstadt. Davon sieht man heute zwar nicht mehr viel, weil diese Stadt auf wundersame Weise wächst und sich einebnet, aber in dieser topographischen Besonderheit liegt die Lösung. 

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Von Sascha Priester 

Bei Rombesuchern ist die rechte Tiberseite ist - im Gegensatz zum gegenüberliegenden Ufer - nicht gerade wegen groß angelegter Ausgrabungsstätten unter freiem Himmel bekannt. Über die hervorragend konservierten und auch für die Öffentlichkeit zugänglichen Teilstücke der antiken Vatikanischen Nekropolen (unter anderem unter Sankt Peter), den antiken Obelisken auf dem Petersplatz und dem Mausoleum des Kaisers Hadrian (2. Jh.) als Kern des Castel Sant' Angelo (Engelsburg) hinaus, könnte der Eindruck entstehen, dass es hier im Altertum nur wenig Bebauung gegeben habe.

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Seit dem Mittelalter führte die große Stadtprozession mit der Erlöserikone ín der Nacht vom 14. auf den 15. August vom Lateran nach Santa Maria Maggiore - am heißesten Tag des Jahres also, in der Hoffnung, dass auf dem höchsten Hügel Roms, dem Esquilin, ein kühles Lüftchen wehen möge (und das war damals angesichts fehlender Hochbebauung sicher der Fall).

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Da vom alten, mittelalterlichen Papstpalast nach den Demolierungen unter Sixtus V. (16. Jh.) so gut wie nichts übrig geblieben ist und auch keine zeitgenössische Dokumentation besteht, ist es immerhin beachtlich, dass jüngste Grabungen direkt vor der Hauptfassade der Basilika schon nach wenigen Spatenstichen mutmaßliche Reste der Palastanlage freigaben.

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In Erinnerung an Hugo Brandenburg veranstaltet das Pontificio Istituto di Archeologia Cristiana zusammen mit dem Deutschen Archäologischen Institut einen Studientag vom 27. bis 28. Oktober 2025 über die frühen Kirchen Roms. Anmeldungen für Vorträge werden bis Dezember 2024 erbeten.

Informationen

Nikolas Möller

Bei Umbauarbeiten in einem Wohnkomplex am Aventin kamen 2014 die Reste antiker Bebauung aus der Zeit vom 8. Jahrhundert v. Chr. bis zum 2. Jahrhundert n. Chr. zum Vorschein. Die römische Domus, welche vom 1. Jahrhundert v. Chr. bis zum 2. Jahrhundert n. Chr. bewohnt und dabei mehrfach umgestaltet wurde, beeindruckt v. a. durch ihre detailreichen Mosaike und Wandmalereien. Damals wie heute wohnten und wohnen an dieser Stelle also nicht die Ärmsten unter den Römern.

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Mit Beginn des Jahres 1881 wird der von Kardinal Joseph Hergenröther eingerichtete Archivsaal dem gelehrten Publikum freigegeben. Hergenröther war gefeierter Kirchenhistoriker in Würzburg gewesen und zur Freude der deutschen Historiker und der Görres-Gesellschaft, zu deren Ehrenpräsidium er gehörte, von Papst Leo XIII. nach Rom berufen worden. Genau aus dieser Zeit stammt aus seiner Feder ein vertrauliches, detailliertes Schreiben an interessierte Kreise der Görres-Gesellschaft, in dem er seine organisatorischen Schwierigkeiten bei der Einrichtung des neuen „Studirsaals“ beschreibt, den schweren Stand der Deutschen im Vatikan, das Wohlwollen Leos XIII. und das Treiben des päpstlichen Hofes. Nichts Neues unter der Sonne, wenn man hört, dass auch schon damals Dokumente vom Schreibtisch des Papstes verschwinden konnten:

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