Römisches Institut der Görres-Gesellschaft

Wissenschaftszentrum für Geschichte seit 1888

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Aus dem Institut

Dr. Augustinus Sander, Benediktiner der Abtei Maria Laach, hat im Oktober am Campo Santo Teutonico Wohnung bezogen. Als Nachfolger von Mons. Prof. Dr. Matthias Türk wird er die wichtige Stelle im vatikanischen Einheitsrat für den ökumenischen Dialog mit den lutherischen Kirchen versehen.  Sander ist ausgewiesener Lutherforscher und schon lange in der Ökumene engagiert. Er hat jüngst an der viel beachteten Ausstellung "Luther in Laach" mitgewirkt (Video). Augenzwinkernd wird man hinzufügen: Während Luther sicher nie in Laach "war", sondern dort nur "ist" (in den Büchern), war er aber doch mit größter Sicherheit bei seinem Rombesuch in Sankt Peter und dabei doch gewiss auch auf dem deutschen Friedhof Campo Santo Teutonico! 

Weitere Artikel zur Abtei Maria Laach: Burkhard Neunheuser - Liturgieforschung

Dr. Jörg Voigt (* 1976 in Jena) studierte 1998–2004 Geschichte und Anglistik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der University of Nottingham, wurde 2009 in Jena promoviert und absolvierte 2009–2011 das Archivreferendariat am Niedersächsischen Landesarchiv. 2011–2016 ging er als Archivrat bzw. Archivoberrat ans Niedersächsische Landesarchiv, Standort Stade. 2013–2018 nahm er Lehraufträge am Historischen Seminar der Universitäten Hamburg, Marburg und Freiburg i. B. wahr. Seit 2016 ist er Mitglied des Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen e. V. und seit Oktober 2016 Bearbeiter des "Repertorium Germanicum" am Deutschen Historischen Institut in Rom. Forschungsschwerpunkte sind spätmittelalterliche Frömmigkeitsgeschichte, religiöse Orden, Papst- und Stadtgeschichte.

Zum Paradies mögen Engel Dich geleiten, die heiligen Märtyrer Dich begrüßen und Dich führen in die Heilige Stadt Jerusalem!

Am Erzengelfest, dem 29. September, als die Mitglieder und Freunde des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft ihre jährliche Messe für die Verstorbenen gefeiert haben, ist ihr römisches Mitglied Pater Paul Sindermann verstorben. Seit 1989 war er dabei und gehörte zu den treuesten Besuchern der Görres-Vorträge. Die ständig verschärften Vatikankontrollen ärgerten ihn zusehends. Trotzdem blieb er uns noch bis vor Corona treu.

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Kürzlich ging durch die Zeitungen, dass Papst Benedikt XVI. mit 93 1/2 Jahren der lebensälteste Papst der gesamten Kirchengeschichte ist, wennglich er nicht mehr im Amt ist. Er hat vor wenigen Tagen den bisherigen Rekordhalter Leo XIII. (1810-1903) überholt. Papst Benedikt ist sich in allem treu geblieben, auch in seiner unerschütterlichen Mitgliedschaft in der Görres-Gesellschaft seit 1957. Es ist dem Römischen Institut eine Ehre, die Studienbibliothek Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. verwalten zu dürfen, die mit seiner Unterstützung am Campo Santo Teutonico aufgebaut wurde und inzwischen - auch in Zusammenarbeit mit der Fondazione Vaticana Ratzinger -  eine herausragende Fachbibliothek ist.

Katalog Studienbibliothek Ratzinger

Emmanuel Ansaldi (* 1985 in Rosario, Santa Fe/Argentinien), Priester der Diözese Fréjus-Toulon, ist ab Oktober in einer gemeinsamen Aktion Stipendiat zugleich der Erzbruderschaft, des Priesterkollegs und des Görres-Instituts am Campo Santo Teutonico. Er soll am Päpstlichen Institut für Christliche Archäologie (PIAC) studieren. Damit wird eine seit Gründung des archäologischen Instituts 1925 bestehende Tradition aufgegriffen, wonach der Campo Santo eine eigene Kaplanei für Studenten am archäologischen Institut reservierte. Sehr viele Camposantiner haben seither Archäologie studiert. Diese Tradition einer engen Beziehung des Campo  Santo zum archäologischen Institut wird bewusst mit Blick auf die Hundertjahrfeier des archäologischen Instituts 2025 erneuert. Das südfranzösische Bistum Fréjus geht bereits ins 4. Jahrhundert zurück und bietet somit reiche Anknüpfungspunkte für frühchristliche und mittelalterliche Archäologie. 

Studieren am Archäologischen Institut

Thomas Müller (* 1997 in Deggendorf) trat nach einer Ausbildung zum Finanzwirt und dem Abitur an der Beruflichen Oberschule Passau 2017 in das Priesterseminar St. Stephanus Passau ein, absolvierte dort das Propädeutikum und begann 2018 mit dem Theologiestudium an der Universität Regensburg. Seit 2020 ist er in Rom im Zuge des Freijahrs. Er ist Kollegiat am Pontificio Collegio Teutonico di Santa Maria in Campo Santo und studiert hauptsächlich an der Pontificio Università Gregoriana.

Termin
Datum: 29.09.2020
Ort: S. Giovanni a Porta Latina, Rom
Herzliche Einladung zum 29. September

Da wir das übliche Juni-Sommerfest wegen Corona ausfallen ließen, beginnen wir diesmal das Akademische Jahr 2020/21 mit einem smarten Spätsommerfest am Dienstag, dem 29. September, in S. Giovanni a Porta Latina. Beginn ist um 18 Uhr mit der hl. Messe für die Lebenden und Verstorbenen Mitglieder des Instituts. Die Teilnehmerzahl ist auf 50 Gläubige beschränkt (es gilt Maskenplficht). Bislang waren wir aber nie mehr als 50 Teilnehmer. Anschließend ist im Klostergarten an der frischen Luft ein ungezwungenes Treffen, diesmal ohne Picknick. Das Institut wird aber Getränke und Boccia-Kugeln zur Verfügung stellen. Parkmöglichkeit besteht auf dem Platz vor der Kirche. Alle Mitglieder und Freunde des Instituts sind sehr herzlich eingeladen. Es wäre gut, wenn man kurz seine Teilnahme meldet, besonders wer eine Mitfahrgelegenheit für andere anbietet oder eine solche wünscht (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.). 

Prof. Dr. Giordano Monzio Compagnoni (* Mailand 1965) studierte in Mailand (Philosophie, Theologie und Liturgie, geschichtliche Hilfswissenschaften, Bibliothekonomie, Musikwissenschaft) mit Studienaufhalten in Berlin, München, Bamberg, Köln und Málaga. Er lehrt alte und mittelalterliche Kirchengeschichte am Studium Theologicum Missionarium in Monza (Pont. Università Urbaniana). 

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Simone Schiavone, Franziskanerkonventuale, kam zu seiner Ordensentscheidung, nachdem er die Nekropole des Kreuzgangs des Klosters San Francesco in Folloni in Montella (AV) ans Licht gebracht hatte. Nach seinem Abschluss in "Beni culturali" führte er während des Besuchs der Scuola di Specializzazione in Lecce, wo er Archäologie und Geschichte der frühchristlichen und byzantinischen Kunst studierte, Feldforschungen für verschiedene Denkmalämter Zentral- und Süditaliens durch und arbeitete mit dem Lehrstuhl für Mittelalterarchäologie der Zweiten Universität Neapel zusammen.

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Das nächste Heft der Römischen Quartalschrift (2020, 1-2), das regulär im September erscheint, setzt die Beiträge der Augustinus-Tagung von 2019 fort und enthält darüber hinaus eine Reihe weiterer Beiträge:

  • Elena Zocca: L'impatto della Vita Augustini sulla produzione letteraria di età vandalica
  • Anna Esposito: Presenza degli agostiniani nell'ambito urbanistoico e sociale di Roma (sec. XIII-XV)
  • Stefan Ardeleanu: Hippo Regius - Buna - Bone: Ein Erinnerungsort im Spiegel der kolonialzeitlichen Augustinusrezeption.
  • Habib Kazdaghli: La mémoire de Saint Augustin dans la Tunisie contemporaine.
  • Jutta Weiser: Augustinus als Symbolfigur der Afrique latine bei Louis Bertrand.
  • Ahmed Cheniki: La représentation de Saint Augustin dans les littératures d'Afrique du Nord durant la période postcoloniale.
  • Andreas Pflock: Eine Evaluation zweier Datierungshypothesen zum Ersten Clemensbrief.
  • Hans Reinhard Seeliger: Das Bild des Märtyrers in den spätantiken römischen Märtyrerlegenden.
  • Manfred Spata: Der Kirchenhistoriker Joseph Wittig und Rom 1904/06.

Römische Quartalschrift

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