Römisches Institut der Görres-Gesellschaft

Wissenschaftszentrum für Geschichte seit 1888

Aus dem Institut

Zum Paradies mögen Engel Dich geleiten, die heiligen Märtyrer Dich begrüßen und Dich führen in die Heilige Stadt Jerusalem!

Am Erzengelfest, dem 29. September, als die Mitglieder und Freunde des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft ihre jährliche Messe für die Verstorbenen gefeiert haben, ist ihr römisches Mitglied Pater Paul Sindermann verstorben. Seit 1989 war er dabei und gehörte zu den treuesten Besuchern der Görres-Vorträge. Die ständig verschärften Vatikankontrollen ärgerten ihn zusehends. Trotzdem blieb er uns noch bis vor Corona treu.

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Kürzlich ging durch die Zeitungen, dass Papst Benedikt XVI. mit 93 1/2 Jahren der lebensälteste Papst der gesamten Kirchengeschichte ist, wennglich er nicht mehr im Amt ist. Er hat vor wenigen Tagen den bisherigen Rekordhalter Leo XIII. (1810-1903) überholt. Papst Benedikt ist sich in allem treu geblieben, auch in seiner unerschütterlichen Mitgliedschaft in der Görres-Gesellschaft seit 1957. Es ist dem Römischen Institut eine Ehre, die Studienbibliothek Joseph Ratzinger/Benedikt XVI. verwalten zu dürfen, die mit seiner Unterstützung am Campo Santo Teutonico aufgebaut wurde und inzwischen - auch in Zusammenarbeit mit der Fondazione Vaticana Ratzinger -  eine herausragende Fachbibliothek ist.

Katalog Studienbibliothek Ratzinger

Emmanuel Ansaldi (* 1985 in Rosario, Santa Fe/Argentinien), Priester der Diözese Fréjus-Toulon, ist ab Oktober in einer gemeinsamen Aktion Stipendiat zugleich der Erzbruderschaft, des Priesterkollegs und des Görres-Instituts am Campo Santo Teutonico. Er soll am Päpstlichen Institut für Christliche Archäologie (PIAC) studieren. Damit wird eine seit Gründung des archäologischen Instituts 1925 bestehende Tradition aufgegriffen, wonach der Campo Santo eine eigene Kaplanei für Studenten am archäologischen Institut reservierte. Sehr viele Camposantiner haben seither Archäologie studiert. Diese Tradition einer engen Beziehung des Campo  Santo zum archäologischen Institut wird bewusst mit Blick auf die Hundertjahrfeier des archäologischen Instituts 2025 erneuert. Das südfranzösische Bistum Fréjus geht bereits ins 4. Jahrhundert zurück und bietet somit reiche Anknüpfungspunkte für frühchristliche und mittelalterliche Archäologie. 

Studieren am Archäologischen Institut

Thomas Müller (* 1997 in Deggendorf) trat nach einer Ausbildung zum Finanzwirt und dem Abitur an der Beruflichen Oberschule Passau 2017 in das Priesterseminar St. Stephanus Passau ein, absolvierte dort das Propädeutikum und begann 2018 mit dem Theologiestudium an der Universität Regensburg. Seit 2020 ist er in Rom im Zuge des Freijahrs. Er ist Kollegiat am Pontificio Collegio Teutonico di Santa Maria in Campo Santo und studiert hauptsächlich an der Pontificio Università Gregoriana.

Prof. Dr. Giordano Monzio Compagnoni (* Mailand 1965) studierte in Mailand (Philosophie, Theologie und Liturgie, geschichtliche Hilfswissenschaften, Bibliothekonomie, Musikwissenschaft) mit Studienaufhalten in Berlin, München, Bamberg, Köln und Málaga. Er lehrt alte und mittelalterliche Kirchengeschichte am Studium Theologicum Missionarium in Monza (Pont. Università Urbaniana). 

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Simone Schiavone, Franziskanerkonventuale, kam zu seiner Ordensentscheidung, nachdem er die Nekropole des Kreuzgangs des Klosters San Francesco in Folloni in Montella (AV) ans Licht gebracht hatte. Nach seinem Abschluss in "Beni culturali" führte er während des Besuchs der Scuola di Specializzazione in Lecce, wo er Archäologie und Geschichte der frühchristlichen und byzantinischen Kunst studierte, Feldforschungen für verschiedene Denkmalämter Zentral- und Süditaliens durch und arbeitete mit dem Lehrstuhl für Mittelalterarchäologie der Zweiten Universität Neapel zusammen.

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Die 2012 ins Leben gerufene Stiftung zur Förderung des Römischen Insituts der Görres-Gesellschaft konnte auch im vergangenen Jahr 16 Anfragen positiv bescheiden mit einem Volumen von 5.676,- Euro und damit im kleinen Rahmen, aber doch wirksam, die historische Forschung am Institut unterstützen. Die Stiftung soll durch wichtige Weichenstellungen noch leistungsfähiger gemacht werden. Spenden oder Zustiftungen sind jederzeit sehr willkommen

Ratzinger-Studienbibliothek vollständig erfasst

Die Gemeinschaftsbibliohek des Campo Santo Teutonico, zu der die Bestände des Studienkollegs (einschließlich der Ratzinger-Bibliothek) und des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft gehören, hat nun einen eigenen Internet-Auftritt mit dem KOHA-Katalogsystem. Bislang war die Bibliothek nur unter dem Dachkatalog URBiS erreichbar. Damit ist aber eine gezielte und detaillierte Literatursuche kaum möglich. Außerdem ist der neue, von der Peter Kaiser Stiftung finanzierte Katalog täglich aktualisierbar. Er bietet alle Möglichkeiten der modernen Literaturrecherche. Zudem arbeitet Frau Dr. Karin Mair in der Bibliothek die Rückstände auf, so dass wir einen rundum erneuerten Service anbieten können. 

Neuer Katalog

Jedes Jahr veröffentlicht das Römische Institut der Görres-Gesellschaft einen ausführlichen, illustrierten Jahresbericht. In den vergangenen Jahren habe ich den Bericht immer bei meinem Osteraufenthalt in Berlin auf die Post gegeben wegen der immensen Postgebühren in Italien. Immerhin bedienen wir etwa 300 Adressen. Da aus bekannten Gründen der Berlin-Besuch ausfallen musste, wird es diesmal mit dem Versand des Jahresberichts wesentlich später. Aber online kann der Bericht hier schon eingesehen werden:

Jahresbericht des RIGG 2019

Nicht nur im wörtlichen Sinn war das Görres-Institut lange Zeit "stumm", sondern auch von seiner Aufgabenstellung her. Seit seiner Gründung 1888 widmete es sich ausschließlich der Edition historischer Texte,  entfaltete also keinerlei Außenwirkung., etwa in Form von Vorträgen. Zudem war der langjährige Direktor - Stephan Ehses aus Trier (+ 1926) - aufgrund einer Halskrankheit sogar tatäschlich im Winter darauf angewiesen, nicht oder nur wenig zu reden und wie ein stummer Fisch seine Trienter Akten abzuschreiben.

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