In der Regel rümpfen die Zeitgenossen die Nase, wenn sie vom Domkapitel hören, und halten das für eine überflüssige Einrichtung. Dabei wird die überragende Bedeutung der Dome für die Seelsorge in den Bischofsstädten bei weitem unterschätzt. Es ist ein modernes Vorurteil, nur Pfarrer oder Ordensleute seien Seelsorger, denn über Jahrhunderte hinweg waren gerade die Domherren das Rückgrat der kirchlichen Pastoral, Bildung und Kultur und haben gerade in diesen Bereichen viel investiert. In heutigen Zeiten der Pfarrschließungen sollte man sich daran wieder erinnern. Daher ist es äußerst begrüßenswert, wenn nun ein Buch über Das Domkapitel Trier im Mittelalter und in der frühen Neuzeit (2018) erschienen ist (hg. von Domprobst Werner Rössel).
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- Geschrieben von: Stefan Heid
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Römisches Institut der Görres-Gesellschaft












