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Aus dem Institut

Forschungsprojekt zum Konzil von Trient am Campo Santo Teutonico

Das Römische Institut der Görres-Gesellschaft vergibt in den nächsten Jahren das aufgrund einer privaten Stiftung neu eingerichtete Martin-Chemnitz-Stipendium. Das Promotionsstipendium ist bestimmt für historisch-dogmengeschichtliche “Studien zur Rezeption des Konzils von Trient im zeitgenössischen Luthertum”.

Spiritus Rector und wissenschaftlicher Ansprechpartner ist Pater Augustinus Sander OSB von der Abtei Maria Laach, Mitarbeiter im Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen, an den sich Interessierte und Förderer wenden können (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Mit diesem Projekt greift das Römische Institut seine im Jahr 2001 mit der Veröffentlichung des letzten Bandes der Akten des CONCILIUM TRIDENTINUM abgeschlossenen Trient-Forschungen wieder auf und führt sie konsequent fort. Es geht im Kern darum, in welcher Weise sowohl das "Ereignis" des Trienter Konzils als auch seine publizierten Beschlüsse im Luthertum des 16. Jahrhunderts wahrgenommen und rezipiert wurden.

Dabei können die damals im Luthertum nicht bekannten, aber durch die moderne Aktenedition zugänglichen Tagebücher, Briefe und Traktate des Konzils die damaligen Kontroversen in ein ganz neues Licht rücken: Worum stritt man, wo grenzte man sich ab, wo gab es Konsens? Wichtigster Untersuchungsgegenstand ist der frühlutherische Theologe Martin Chemnitz (1522-1586) mit seiner bedeutenden, vierbändigen Abhandlung über das Konzil ("Examen Concilii Tridentini").