Carl Maria Kaufmann-Schenkung an das RIGG

Die Tochter von Carl Maria Kaufmann (1872-1951), Annegret Wolf (Frankfurt), hat eine Schenkung an das Görres-Institut getätigt. Darunter befinden sich eine Reihe von Bücher Kaufmanns, so dass die Bibliothek des Campo Santo Teutonico nun fast alle Publikationen Kaufmanns besitzt, der seit 1894 immer wieder am Campo Santo wohnte. 1905 entdeckte der das frühchristliche Pilgerheiligtum Abu Mena bei Alexandria (siehe Personenlexikon zur Christlichen Archäologie). Unter den Schenkungen sind auch die Romane, die Kaufmann unter dem Pseudonym "Marchese di San Callisto" publizierte. Sie handeln meist über frühchristliche Themen. Ferner fielen an das RIGG eine Reihe von Inschriften-Abklatschen. Der sonstige Nachlass Kaufmanns wurde von Frau Wolf dem Diözesanarchiv Limburg an der Lahn übergeben und steht nun so der Forschung offen.

Ein für die Geschichte der Görres-Gesellschaft besonders interessantes Dokument (hier) ist das an alle Mitglieder ergangene Einschreiben vom 4. Febr. 1948 zur Neugründung der GG, nachdem sie von den Nationalsozialisten zwangsaufgehoben worden war, am 9. März 1948 in Köln im Restaurant der Bürger-Gesellschaft. Kaufmann hat seine Teilnahme angekündigt (ausgeschnittene Ecke). Er gehörte somit zur Generation der Neu-Gründer der heutigen GG.