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Römische Notizen

Die Grabungen des Päpstlichen Instituts für Christliche Archäologie bei der Basilika St. Paul v.d.M.

Das 1925 von Pius XI. gegründete Päpstliche Institut für Christliche Archäologie (PIAC) hat erstmals 1939 einen direkten Grabungsauftrag vom Heiligen Stuhl erhalten, nämlich von dem archäologiebegeisterten Pius XII. Es war die wichtigste und spektakulärste Grabung überhaupt, nämlich jene der Petrusmemoria - also des mutmaßlichen Petrusgrabes - in St. Peter. 2007 war es das zweite Mal, dass der Heilige Stuhl dem PIAC einen Grabungsauftrag erteilte, nämlich auf der Südseite der Basilika Sankt Paul vor den Mauern. Aufgrund dieser ausgedehnten Grabung - von Prof. Lucrezia Spera betreut - konnte das in Rom ja vielerorts "verschwundene" Mittelalter zumindest bei der Paulusbasilika rekonstruiert werden, nämlich das dort im Mittelalter bestehende Kloster in seinem Siedlungskontext.

Auf dem Gelände wurde inzwischen ein überdachter archäologischer Besucherpark angelegt, der in vorbildlicher Weise die Funde musealisiert und in ihrem historisch-archäologischen Kontext erklärt. Damit hat die doch etwas abgelegene Paulusbasilika eine großartige Aufwertung erfahren, die hoffentlich viele Besucher anlockt. Eine reich bebilderte Dokumentation dieser gelungenen Initiative, nicht im Buchhandel, liegt vor: "Il medioevo a San Paolo: Papi, monaci e pellegrini. L'allestimento dell'area archeologica" (ital. und engl.) (ISBN 978-0-9837297-6-1).

Einblick ins das Buch