Römische Notizen

Bemerkenswertes aus der Kulturwelt Roms

Römische Notizen

Radio Vatikan: Wenn Bischöfe der Antike zuviel herumreisten

Radio Vatikan strahlt in seiner sonntäglichen Radio-Akademie ein Interview aus, das Stefan von Kempis mit Stefan Heid geführt hat. Die 3. Folge der Akademie: "Korinth. Rom. Karthago. Jerusalem. Antiochien. In allen Metropolen der ersten Jahrhunderte gab es eine christliche Gemeinde. Aber wie standen diese Christen denn untereinander in Verbindung? Durch Briefe? Oder reisten sie? Oder sah ein Christ in Korinth gar nicht über den eigenen Tellerrand hinaus?"

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Die Radiosendung ist am Sonntag, 16. Februar, um 18.00 und 20.20 Uhr zu hören

Das Buch zu den Hauskirchen

Die Grabungen des Päpstlichen Instituts für Christliche Archäologie bei der Basilika St. Paul v.d.M.

Das 1925 von Pius XI. gegründete Päpstliche Institut für Christliche Archäologie (PIAC) hat erstmals 1939 einen direkten Grabungsauftrag vom Heiligen Stuhl erhalten, nämlich von dem archäologiebegeisterten Pius XII. Es war die wichtigste und spektakulärste Grabung überhaupt, nämlich jene der Petrusmemoria - also des mutmaßlichen Petrusgrabes - in St. Peter. 2007 war es das zweite Mal, dass der Heilige Stuhl dem PIAC einen Grabungsauftrag erteilte, nämlich auf der Südseite der Basilika Sankt Paul vor den Mauern. Aufgrund dieser ausgedehnten Grabung - von Prof. Lucrezia Spera betreut - konnte das in Rom ja vielerorts "verschwundene" Mittelalter zumindest bei der Paulusbasilika rekonstruiert werden, nämlich das dort im Mittelalter bestehende Kloster in seinem Siedlungskontext.

Radio-Akademie mit Stefan Heid: Der Gottesdienst der frühen Christen

Radio Vatikan (jetzt Vaticannews) sendet im Februar in der "Radio-Akademie" jeden Sonntag Abend eine Interview-Folge mit Stefan Heid aus, die der Redakteur Stefan von Kempis produziert hat. Die Fragen nehmen Bezug zum Buch Altar und Kirche. Prinzipien christlicher Liturgie.

Ausstrahlung ist jeweils sonntags um 18.00 und 20.20 Uhr. Auf der Homepage lässt sich das 24 Stunden lang nachhören.

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Ankündigung

Führungen des DAI in Rom Februar bis April

Das Deutsche Archäologische Institut bietet jeweils am Samstagvormittag interessante Führungen zur Centrale Montemartini, zum Theater des Maecenas, zur Porta Maggiore, zur Kirche Nereo ed Achilleo, Karthago-Ausstellung im Kolosseum, zu Ostia und zum römischen Laurentius-Viertel an.

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Stefan Heid neuer Rektor des Päpstlichen Instituts für Christliche Archäologie

Zum 4. Februar wurde Stefan Heid vom Präfekten der vatikanischen Bildungskongregation auf drei Jahre zum Rektor des Pontificio Istituto di Archeologia Cristiana (PIAC) ernannt. Er ist Nachfolger von Prof. Danilo Mazzoleni, der seit dem 4. Oktober 2013 amtierte. Das Reglement des Instituts sieht eine maximal sechsjährige durchgehende Amtszeit vor. Der Rektor leitet das Institut kollegial. Wichtige Ereignisse des Instituts in den nächsten Jahren sind 2022 der 200. Geburtstag von Giovanni Battista de Rossi, 2023 der 18. Internationale Kongress für Christliche Archäologie in Serbien und 2025 das hundertjährige Gründungsjubiläum des Instituts (Bild: Dozenten und Mitarbeiter am Kolleg Campo Santo Teutonico).

Öffnung der Vatikanischen Archive für Pius XII.

Am 2. März 2020 werden die vatikanischen Archivalien der Pius-Jahre der Forschung freigegeben. Dazu befasst sich ein Studientag, der am 21. Februar im Institutum Augustinianum stattfindet, mit den betreffenden Beständen des Pontifikats Pius' XII. (1939-1958) in allen vatikanischen Archiven. Thematisch werden Diplomatie, Wohltätigkeit und Kunst unter Pius XII. behandelt, danach werden die neu zugänglichen Bestände der diversen Archive vorgestellt.

Es reden Alejandro Dieguez, Giovanni Coco, Johan Ickx, Sergio Pagano, Simona Turriziani u.a. 

Eine Anmeldung ist bis 10. Februar erforderlich (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). 

Programm

Früher kamen die Touristen im Winter nach Rom

Anton de Waal, der sozusagen mythische Rektor des Campo Santo Teutonico (1837-1917), dem unlängst ein höchst ergiebiger Geschichtsband gewidmet wurde, schreibt in seinem handlichen "Rompilger" (hier 8. Auflage von 1904, S. 46-47): 

"Nach der Einnahme Roms 1870 ergab die Volkszählung 226.000; unter Einbeziehung der Vorstädte und die Alumnen der zahlreichen fremden Studienanstalten wie das Militär mitgerechnet, zählt Rom heute rund 500.000 Einwohner. Die tägliche Durchschnittszahl der Fremden in den Wintermonaten, am stärksten gegen Ostern, kann man auf 20.000 schätzen".

Michael Max löst Franz Xaver Brandmayr an der Anima ab

Dr. Michael Max (* 1970 in Gmunden), Stadtpfarrer in Neumarkt und seit 2016 Rektor des Salzburger Bildungshauses St. Virgil, wird im Sommer 2020 die Leitung der Anima übernehmen. Der höchst verdiente derzeitige Rektor Brandmayr hat selber sein Amtsende geplant und vorbereitet, so dass ein reibungsloser Übergang gewährleistet ist, auch wenn die Rückkehr Brandmayrs nach Österreich ein außerordentlicher Verlust für Rom ist. Die Anima hat unter Brandmayr sechs Jahre lang einen Assistenten des RIGG finanziert, darunter auch den Österreicher Stefan Kiesewetter. Max ist promovierter Liturgiewissenschaftler mit Lehrerfahrung. Auch Rom ist ihm bekannt: Er hat zeitweise an Sant'Anselmo studiert.