Römische Notizen

Bemerkenswertes aus der Kulturwelt Roms

Römische Notizen

Der Junge Pater Burkhard Neunheuser aus Maria Laach über Pius XII. (2. Folge)

(zur 1. Folge)

"Am Tage nach der Beisetzung (von Pius XI.) war ich auch unter den ersten am Grabe Pius' XI. unmittelbar neben Pius X., sehr stimmungsvoll, das gute Volk betete laut sein De profundis unten, auch in den nächsten Tagen unermüdlich dort; dann kam die Zeit der Sedisvakanz; ich stand "Schlange", stundenlang, um nur einige der päpstlichen Freimarken zu erobern. Das Geschwätz aber war furchtbar; jeder Kardinal, der als Kandidat genannt wurde, wurde möglichst bald nach allen Regeln durch den "Kakao" gezogen;

Der junge Pater Burkhard Neunheuser aus Maria Laach über Pius XII. (1. Folge)

Der 1903 in Essen-Rüttenscheid geborene Pater Burhard Neunheuser, Benediktiner aus Maria Laach, der annähernd 100-jährig am 29. November 2003 verstarb, begann 1922 in Bonn sein Studium für die Erzdiözese Köln und war zutiefst von Romano Guardini geprägt. Noch im selben Jahr trat er in die Abtei Maria Laach ein und war, ausgestattet mit einem unverbesserlichen Optimismus, sein gesamtes Leben als akademischer Lehrer in seinem Kloster und in Rom tätig. Neunheuser war 1965 bis 1979 Professor für Liturgiegeschichte am Liturgischen Institut Sant'Anselmo zugleich an der Urbaniana (dort als Nachfolger von Annibale Bugnini), bevor er nach Laach zurückkehrte. Seine Spiritualität kreiste auf der Linie von Odo Casel um das Paschamysterium. 

Die großen Jubiläen der nächsten Jahre in Rom

2020: 500. Todestag Raffael Sanzio - größter Maler aller Zeiten

2021: 700. Todestag Dante Alighieri - Nationaldichter

2022: 200. Geburtstag Giovanni Battista de Rossi - Symbolgestalt der Christlichen Archäologie

2025: Heiliges Jahr -- 100 Jahre Gründung des Päpstlichen Instituts für Christliche Archäologie

2026: 400 Jahre Einweihung des neuen Petersdoms

Erinnerung an einen fröhlichen Menschen und Autor der Römischen Quartalschrift

Am 10. Februar ist der Journalist und Historiker Bernhard Müller-Hülsebusch im Alter von 82 Jahren in Rom verstorben. Der gebürtige Rosenheimer wandte sich nach seinen Studien der Geschichte und Literaturgeschichte in München und Wien dem Journalismus zu. In der Zeit von 1972 bi 1983 war er Korrespondent des "Spiegel" in Rom. Danach blieb er als freier Journalist in der Ewigen Stadt und arbeitete für verschiedene deutschsprachige Medien. Seine Themen Italien und vor allem Vatikan behandelte er mit Gewissenhaftigkeit und Seriosität.

Radio Vatikan: Hilfe, Paulus hat uns einen Brief geschrieben!

Radio Vatikan strahlt in seiner sonntäglichen Radio-Akademie ein Interview aus, das Stefan von Kempis mit Stefan Heid geführt hat. Die 4. Folge der Akademie: "Wenn Paulus einer christlichen Gemeinde irgendwo in der Welt einen Brief schrieb, dann war das eine Art „Staatsaffäre“: Die Briefe – nach antiken Begriffen eigentlich schon Bücher – wurden von Boten zugestellt, und der Völkerapostel ging davon aus, dass sie im Gottesdienst verlesen wurden."

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Die Radiosendung ist am Sonntag, 16. Februar, um 18.00 und 20.20 Uhr zu hören

Das Buch zu den Hauskirchen

Wieder eröffnet: Buchhandlung "Leoniana"

Die monatelang geschlossene internationale Buchhandlung "Leoniana" direkt am Vatikan (Via dei Corridoi, 16) hat unter einem neuen Eigner wieder eröffnet. Die Buchhandlung, in der vor allem der langjährige, kompetente Mitarbeiter Sig. Angelo die Kunden betreut, ist mehr als alle anderen Buchhandlungen auf internationale katholische Literatur spezialisiert. Im Sortiment sind alle europäischen Sprachen vertreten. Die Bibliothek des Campo Santo Teutonico und die Ratzinger-Bibliothek beziehen ausschließlich von der "Leoniana" ihre nicht-deutschen Bücher.

Leoniana 

Stationsmessen in der Quadragesima 2020

Das 1879 am Campo Santo Teutonico gegründete "Collegium Cultorum Martyrum", das die Verehrung der römischen Märtyrer in den Kirchen und Katakomben fördern will und bis heute beansprucht, seinen Sitz am Campo Santo Teutonico zu haben, stellt jedes Jahr den Kalender der Stationsgottesdienste in der Quadragesima zusammen. Der Stationskalender führt sich zurück auf das frühe Mittelalter, als die Päpste vor allem an den Tagen der Fastenzeit jeweils in einer der Stadt- oder Friedhofskirchen Roms Messe feierte und dazu vom Lateran her zur Stationskirche ritt. In der jüngeren Zeit nimmt der Papst nur noch an der Stationsmesse am Aschermittwoch in Santa Sabina auf dem Aventin teil.

Stationskalender 2020

Workshop über Identität und Multikultur in spätantiken Städten

Das Päpstliche Institut für Christliche Archäologie und die Europäische Universität Rom veranstalten am 2.-3. März gemeinsam einen Workshop zum Thema "Gruppi religiosi e spazio urbano. Simboli, interazioni, trasformazioni". Es geht um die Anwesenheit diverser Bevölkerungsgruppen, wie auch immer definiert, im städtischen Raum, insbesondere Roms. Referenten sind unter anderem Lucrezia Spera und Renata Salvarani (Koordinatorinnen), Andreas Rehberg, Reanata Salvarani, Giulia Bordi, Stefan Heid.

Programm

DAAD-Stipendien für Studienaufenthalte in Deutschland

Dr. Valentina Torri vom römischen Büro des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) stellt am 18. Februar um 11.30 Uhr im Päpstlichen Institut für Christliche Archäologie die diversen Möglichkeiten von Stipendien für Studienaufenthalte in Deutschland vor. Interessierte Akademikerinnen und Akademiker, Professorinnen und Professoren, Studentinnen und Studenten besonders der Altertumswissenschaften sind dazu herzlich eingeladen.   

Plakat

Konrad Ackermann Doctor utriusque

Der Regensburger Priester Konrad Maria Ackermann, Vizerektor des Campo Santo Teutonico und Mitglied des RIGG, hat am 10. Februar an der Lateranuniversität erfolgreich seine These "Die Sacra potestas im Werk von Alfons Maria Stickler und Klaus Mörsdorf" verteidigt und das Doktorat utriusque iuris erworben. Gratulation! Moderator der Arbeit war Prof. Émile Kouveglo, Korrelatoren die Professoren Manuel Arroba Conde und Achim Buckenmaier.