Römische Notizen

Bemerkenswertes aus der Kulturwelt Roms

Römische Notizen

Bonner Christliche Archäologen in Rom

Prof. Dr. Sabine Feist von der Universität Bonn ist mit ihren Studentinnen und Studenten der Christlichen Archäologie zu einer Exkursion in Rom. Die Gruppe hat unter anderem die Nekropole unter Sankt Peter und den Campo Santo Teutonico besucht. Dabei waren auch Dr. Karin Mair (Nekropole) und Dr. Norbert Zimmermann (DAI). Frau Feist ist Nachfolgerin von Sabine Schrenk, diese wiederum von Josef Engemann auf dem Lehrstuhl für Christliche Archäologie in Bonn.

Chiara Cecalupo neue Professorin am Päpstlichen Institut für Christliche Archäologie

Chiara Cecalupo, Mitglied des RIGG, ist Anfang August zur neuen Professorin mit Lehrauftrag für Einführung in die Christliche Archäologie und Museologie am Päpstlichen Institut für Christliche Archäologie ernannt worden. Cecalupo ist CONEX-Plus-Marie-Curie-Stipendiatin an der Universidad Carlos III de Madrid. Sie promovierte in Museologie am Päpstlichen Institut für Christliche Archäologie in Rom und erwarb einen Abschluss in Museologie an der Universität von Pisa. 

Der Tisch der Armenspeisung Papst Gregors des Großen

Auf dem Monte Celio gibt es neben der Kirche San Gregorio Magno eine Gruppe von drei Kapellen, die den Heiligen Barbara, Andreas und Silvia geweiht sind. Die Barbarakapelle auf der linken Seite wird auch das Triclinium Papst Gregors des Großen (590-604) genannt. In seiner heutigen Form ließ sie im Jahre 1602 der bedeutende Kirchenhistoriker und Kardinal Baronius (1538-1606) auf den Ruinen des Klosters San Andrea errichten, das Gregor an dieser Stelle auf dem Familienbesitz gebaut und in dem er eine Zeit lang als Mönch gelebt hatte.

Öffentlicher Vortrag am Deutschen Historischen Institut

Der Freundeskreis des Deutschen Historischen Instituts in Rom lädt anlässlich seiner jährlichen Mitgliederversammlung am 8. Oktober um 18 Uhr zu einem öffentlichen Vortrag zum Thema „Pulvis Jesuiticus – Ein römisches Wundermittel gegen die Malaria-Pandemie des 17. Jahrhunderts“ ein. Referent ist Dr. Michael Schulte (Darmstadt).

Einführungskurs in Christliche Archäologie am Päpstlichen Institut

Einschreibung 1. Oktober bis 5. November

Das Päpstliche Institut für Christliche Archäologie bietet wieder seinen erfolgreichen Einführungskurs in die Christliche Archäologie an, an dem alle Professoren Grundfragen ihrer Disziplin vorstellen und eine Reihe von Exkursionen durchgeführt wird. Kursbeginn ist am 6. November. Die Veranstaltungen liegen meist auf dem Samstag Vormittag. Zur Teilnahme ist der Green-pass erforderlich, ansonsten bestehen keine Beschränkungen. 

Das Programm

Welchen Wein trank man am Campo Santo? - den Velletri!

Als Anton de Waal, der alte Rektor des Campo Santo (+ 1917), dass Regiment führte, stand jedem Kollegiaten am Tag eine Flasche Wein zu, mittags eine halbe, abends eine halbe. Hubert Jedin ist in den 1920er Jahren, also nach de Waal, unter dem aus Köln stammenden Rektor Emmerich David am Kolleg. Damals trinkt man Velletri, d.h. Wein aus Velletri, einer kleinen Stadt südlich Roms. Sicherlich hat man damals keinen guten Wein getrunken; es war der übliche Tischwein. Aber seit wenigen Jahren gibt es aufgrund der exzellenten geologischen und mikroklomatischen Bedingungen einiger Lagen bei Velletri einen Spitzenwein, den Omina Romana: höchster Genuss! An der Entwicklung dieses Weins ist die ehemalige Assistentin des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft, Theresa Börner, beteiligt. 

Rom: Ferragosto - 15. August

Der 15. August ist in Rom noch heute "ferragosto" - feriae Augusti, nach den von Kaiser Augustus 29 v.Chr. eingeführten Feier anlässlich der Eroberung Ägyptens, das damit eine römische Provinz wurde. Im übrigen hat Augustus gleich den 8. Monat nach sich selbst benannt: "August".

Das silberne Rom-Jubiläum feiert man!

Es gab einmal die schöne alte Tradition, sein 25-jähriges Rom-Jubiläum zu feiern, d.h. wenn man als Ausländer 25 Jahre in Rom lebte. Der Gründungsrektor des Priesterkollegs, Anton de Waal (+ 1917) kam 1868 nach Rom, wo er zunächst Kaplan an der Anima war, bevor er zum Jahreswechsel 1872/73 Rektor des Campo Santo Teutonico wurde. Er feierte im September 1893 sein silbernes Rom-Jubiläum. 

Haben deutsche Bischöfe den Campo Santo Teutonico gemieden?

Es ist wahr, dass schon der alte Rektor Anton de Waal (+ 1917) illusionslos meinte, die deutschen Bischöfe wählten bei ihren Rombesuchen als allerletzte Absteige den Campo Santo. Trotzdem gab es immer auch Ausnahmen. In den letzten Jahrzehnten haben etwa Kardinal Wetter von München und Erzbischöf Dyba von Fulda gern auch dort gewohnt und sich zuhause gefühlt. Um das Ganze aber auf eine etwas objektivere Ebene zu heben, empfiehlt es sich, ein Auge in das Gästebuch des Kollegs (für die Tischgäste) zu werfen, das von 1964 bis 1985 geführt wurde (Libro 214).