Aus dem Institut

Was ist eigentlich aus Christopher Kast geworden?

Wir haben bei unserem ehemaligen Assistenten nachgefragt und erhielten folgende frohe Botschaft:

"Ein letztes Mal Fiebermessen und Handschuhe anlegen, ehe ich meine letzten Bestellungen im vatikanischen Archiv tätigen konnte. Mit der Durchsicht von drei Supplikenregistern aus dem Pontifikat Marins V. habe ich meine Kontrollarbeiten in Rom in der letzten Woche beendet. Mit der Fertigstellung der beiden Itinerare Martins V. und Nikolaus' V. befindet sich die Dissertation nun endgültig auf der Zielgeraden. Gerade noch rechtzeitig, denn bereits am Beginn dieser Woche hieß es: Ab nach Rosenheim!

Dort habe ich nun meine neue Stelle als Leiter des Stadtarchivs Rosenheim angetreten, das nicht nur aufgrund seiner sehr ansprechenden Domain bisweilen ungläubige und sicher auch neidische Blicke hervorruft. Auch die Bestände halten einige Überaschungen bereit. So befindet sich beispielsweise ein Fragment der Handschrift Q des Nieblungenliedes, das einige unbekannte Textvarianten und die beste Lesart an vielen Stellen bietet, in Rosenheim. Darüber hinaus lassen sich beispielsweise Recherchen zur 1717 gegründeten und somit ersten Messingfabrik des Kurfürstentums Bayern oder zum berühmten Alpinisten und Wetterwart auf der Zugspitze Josef Enzensperger durchführen. Die Türen des Stadtarchivs stehen regelmäßig offen. Ich würde mich freuen, das eine oder andere bekannte Gesicht einmal in Rosenheim zu sehen."