Römisches Institut der
Görres-Gesellschaft

Wissenschaftszentrum für Geschichte seit 1888

Aus dem Institut

Auswirkungen der Krise auf das RIGG - Gedanken des Direktors

Die Krise wird vorübergehen, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Aber was dann? Zunächst einmal, kommt das Institut ziemlich glimpflich davon. Wir mussten die Raphael-Tagung verschiebenund zwei Vorträge ausfallen lassen, aber davon geht die Welt nicht unter. Auch wird die Publikation der Liber Pontifialis-Tagung aus rein verkaufstechnischen Gründen auf Herbst verschoben; auch das kann man nicht als Krise bezeichnen. Und zurzeit sparen wir dadurch sogar Geld, weil Veranstaltungen ausfallen und die Bibliotheksaufsicht sowie administrative Aufgaben entfallen. Auch haben wir dank finanziell maßvollen Agierens in der Vergangenheit und einiger glücklicher Umstände keine akuten Sorgen.

Was macht das RIGG eigentlich derzeit?

Das Görres-Institut in Rom arbeitet fast normal weiter. Zumindest die Assistenten Don Ricardo Sanjurjo Otero und Heinrich Heidenreich sowie Direktor Heid sind am Studienkolleg am Campo Santo Teutonico und können somit konzentriert arbeiten. Deshalb ist auch Heid für einige Wochen dank der Gastlichkeit des Rektors am Kolleg. Lediglich Vizedirektor Johannes Grohe und die Assistentin Federica Giordani können nicht kommen. Aber alle sind sehr fleißig und nutzen die Zeit, um nach Ende der Krise durchstarten zu können.

Wir laden alle Freundinnen und Freunde ein, uns zu erzählen, wie sie sich trotz Schwierigkeiten organisieren und woran sie arbeiten, und wir setzen es auf unsere Website!

Das Leben geht weiter: das neueste Buch von Klaus Herbers / Matthias Simperl

Das Buch der Päpste - Liber pontificalis: Ein Schlüsseldokument europäischer Geschichte

Trotz aller Einschränkungen geht das Leben weiter, und muss weitergehen. Der hervorragende Band über die große Liber Pontificalis-Tagung am Campo Santo Teutonico ist praktisch fertig, das Erscheinen wird aber wegen der Umstände ein wenig verzögert, bis wir wieder Eure vollste Aufmerksamkeit haben. Denn die verdient der Band! Schon das Cover ist ein echter Hingucker: Detail des Weltgerichts von Cavallini in S. Cecilia in Trastevere (Ende 13. Jh.) nach dem Aquarell von J. Wilpert, Die römischen Mosaiken und Malereien 4 (Freiburg 1916) 294 (copyright Päpstliches Institut für Christliche Archäologie).

Neues Mitglied des RIGG: Paul Oberholzer

Pater PD Dr. Paul Oberholzer S.J. (* 1968 Uznach in der Ostschweiz): "Geschichte spielte für mich bereits seit früher Kindheit eine grosse Rolle. In der nahen Kantonshauptstadt befindet sich das altehrwürdige Kloster St. Gallen, dessen Handschriften ich bereits in der Volksschulzeit bewunderte. Gleichzeitig nahm ich intensiv an einem traditionellen und geistig offenen Pfarreileben teil. Zur Vertiefung kamen diese Ausrichtungen während meiner Gymnasialzeit in Disentis, einem Benediktinerkloster in den Bündner Bergen mit frühmittelalterlichem Ursprung. Nach der Matura studierte ich Theologie in Innsbruck und Geschichte mit Schwerpunkt Mittelalter und Grundwissenschaften in Freiburg (CH).

Görres-Vortrag von Michael F. Feldkamp in F.A.Z. veröffentlicht

Es ist eine besondere Auszeichnung, wenn ein am RIGG gehaltener Vortrag seinen Weg in die Frankfurter Allgemeine Zeitung findet. Dank Dr. Michael F. Feldkamp, der seit 2000 als Historiker für den Deutschen Bundestag in Berlin arbeitet und durch sein breites publizistisches und politisches Engagement bekannt ist, ist dies nun gelungen. Sein Vortrag, den er am 26. Januar 2019 am Römischen Institut der Görres-Gesellschaft hielt - "Warum entstanden aus den in der Reformation säkularisierten deutschen Diözesen keine Titularbistümer? Zugleich ein Beitrag zum Rechtsinstitut des Titularbischofs" - ist in der F.A.Z. vom 12. Februar 2020 zu lesen.

Der Artikel der FAZ

Neues Mitglied des RIGG: Jitka Jonova

Dr. phil. Dr. theol.. Jitka Jonová.(* 1981) studierte Katholische Theologie, Geschichte und Kunstgeschichte. Seit September 2008 ist sie am Lehrstuhl für Kirchengeschichte und Geschichte der christlichen Kunst an der Theologischen Kyrill und Method Fakultät der Palacký Universität in Olomouc/Olmütz tätig. Sie beschäftigt sich in Rom vor allem mit der Beziehung zwischen dem Heiligen Stuhl und den tschechischen Ländern (Tschechoslowakei) im 19. und 20. Jahrhundert (Bischofsernennungen, Nationalismus), ferner mit der Geschichte der Olmützer Erzdiözese im 19. und 20. Jahrhundert, der Liturgiegeschichte und der kirchlichen Denkmalpflege. Auf der Tagung "Zwischen Kronen und Nationen" referierte sie über das böhmische und spätere tschechoslowakische Kolleg in Rom.

Hanns Seidel-Stiftung am Campo Santo Teutonico

Regelmäßig finden Stipendiatinnen und Stipendiaten der Hanns Seidel-Stiftung (München), der bedeutendsten Begabtenförderung Bayerns, ihren Weg nach Rom und besuchen das Römische Institut der Görres-Gesellschaft, so auch im Januar. Wie bereits im letzten Jahr führte Stefan Heid die 36-köpfige Gruppe der Promotionsfachtagung "Die italienische Hauptstadt als Quelle europäischer Identität" unter Leitung von Dr. Andreas Burtscheidt in den Campo Santo Teutonico als Ort der Wissenschaft und der Zuflucht ein. 

Orte der Zuflucht

Die statistische Enwicklung der Website des RIGG

Der seit August 2018 neu gestaltete Web-Auftritt des RIGG geht einher mit einer bedeutenden Verbesserung der Besucherzahlen von 2018 auf 2019 um 108%. Zu diesem guten Ergebnis trugen auch die 2019 aktivierte italienische Seite und die Vernetzung der Website mit Facebook und Glunis bei. Ende September 2019 kam es jedoch zu einem dramatischen Absturz der Besucherzahlen aufgrund eines Cookie-Gerichtsurteils, das zu einer Veränderung der Browser geführt hat.

Neue Stipendiatin: Federica Germana Giordani

Seit dem 1. Januar ist zusätzlich Dr. Federica Germana Giordani Assistentin des RIGG. Das Stipendium wird vom Kolleg der Anima zur Verfügung gestellt. Frau Giordani wurde an der Sapienza mit einer Arbeit über antike Linguistik promoviert und hat die Scuola Vaticana di Paleografia, Diplomatica e Archivistica absolviert. Bei dem kürzlich in Rom in Santa Cecilia vorstellten gewichtigen Werk “Fürstabt Celestino Sfondrati von St. Gallen 1696 als Kardinal in Rom”, hg. von Peter Eckhart, Köln-Wien-Weimar 2019, 724 S., hat Frau Giordani maßgeblich im Editions- und Kommentarteil mitgewirkt. Sie wird an den wissenschaftlichen Projekten der Gesellschaft für Konziliengeschichtsforschung mitarbeiten. Frau Giordani ist sprachlich versiert in Latein und Griechisch sowie verschiedenen germanischen und romanischen Sprachen des Mittelalters.

Benedikt XVI. liest "Altar und Kirche" - update

Es war keine schlechte Überraschung, als mehrere aufmerksame Zuschauer des BR Fernsehens in der Sendung "Klein Bayern im Vatikan" gleich zwei Bücher von Stefan Heid auf dem Schreibtisch von Benedikt XVI., prominentestes Mitglied des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft, entdeckten (ab Minute 13:19): "Altar und Kirche" (rechts, unter dem schwarzen Buch, mit gelbem Lesezeichen) und obenauf "Zölibat in der Frühen Kirche". "Altar und Kirche: Prinzipien christlicher Liturgie" (2019) ist bereits in der 2. Auflage erhältlich. Jetzt ist auch klar, weshalb das Zölibatsbuch auf dem Schreibtisch lag: Benedikt XVI. bereitete sein gemeinsames Buch mit Kardinal Sarah vor: Des profondeurs de nos coeurs. Das Zölibatsbuch von Heid war kurzzeitig vergriffen, ist aber jetzt wieder im Handel (Nachdruck der 3., erweiterten Auflage).

Zu dem sehr einfühlsamen Film über den Papst, der seine Heimat liebt, hier:

Klein Bayern im Vatikan  (Ausstrahlung am 6. Januar um 11.15 Uhr)

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