Römisches Institut der
Görres-Gesellschaft

Wissenschaftszentrum für Geschichte seit 1888

Aus dem Institut

Hanns Seidel-Stiftung am Campo Santo Teutonico

Regelmäßig finden Stipendiatinnen und Stipendiaten der Hanns Seidel-Stiftung (München), der bedeutendsten Begabtenförderung Bayerns, ihren Weg nach Rom und besuchen das Römische Institut der Görres-Gesellschaft, so auch im Januar. Wie bereits im letzten Jahr führte Stefan Heid die 36-köpfige Gruppe der Promotionsfachtagung "Die italienische Hauptstadt als Quelle europäischer Identität" unter Leitung von Dr. Andreas Burtscheidt in den Campo Santo Teutonico als Ort der Wissenschaft und der Zuflucht ein. 

Orte der Zuflucht

Die statistische Enwicklung der Website des RIGG

Der seit August 2018 neu gestaltete Web-Auftritt des RIGG geht einher mit einer bedeutenden Verbesserung der Besucherzahlen von 2018 auf 2019 um 108%. Zu diesem guten Ergebnis trugen auch die 2019 aktivierte italienische Seite und die Vernetzung der Website mit Facebook und Glunis bei. Ende September 2019 kam es jedoch zu einem dramatischen Absturz der Besucherzahlen aufgrund eines Cookie-Gerichtsurteils, das zu einer Veränderung der Browser geführt hat.

Neue Stipendiatin: Federica Germana Giordani

Seit dem 1. Januar ist zusätzlich Dr. Federica Germana Giordani Assistentin des RIGG. Das Stipendium wird vom Kolleg der Anima zur Verfügung gestellt. Frau Giordani wurde an der Sapienza mit einer Arbeit über antike Linguistik promoviert und hat die Scuola Vaticana di Paleografia, Diplomatica e Archivistica absolviert. Bei dem kürzlich in Rom in Santa Cecilia vorstellten gewichtigen Werk “Fürstabt Celestino Sfondrati von St. Gallen 1696 als Kardinal in Rom”, hg. von Peter Eckhart, Köln-Wien-Weimar 2019, 724 S., hat Frau Giordani maßgeblich im Editions- und Kommentarteil mitgewirkt. Sie wird an den wissenschaftlichen Projekten der Gesellschaft für Konziliengeschichtsforschung mitarbeiten. Frau Giordani ist sprachlich versiert in Latein und Griechisch sowie verschiedenen germanischen und romanischen Sprachen des Mittelalters.

Benedikt XVI. liest "Altar und Kirche" - update

Es war keine schlechte Überraschung, als mehrere aufmerksame Zuschauer des BR Fernsehens in der Sendung "Klein Bayern im Vatikan" gleich zwei Bücher von Stefan Heid auf dem Schreibtisch von Benedikt XVI., prominentestes Mitglied des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft, entdeckten (ab Minute 13:19): "Altar und Kirche" (rechts, unter dem schwarzen Buch, mit gelbem Lesezeichen) und obenauf "Zölibat in der Frühen Kirche". "Altar und Kirche: Prinzipien christlicher Liturgie" (2019) ist bereits in der 2. Auflage erhältlich. Jetzt ist auch klar, weshalb das Zölibatsbuch auf dem Schreibtisch lag: Benedikt XVI. bereitete sein gemeinsames Buch mit Kardinal Sarah vor: Des profondeurs de nos coeurs. Das Zölibatsbuch von Heid war kurzzeitig vergriffen, ist aber jetzt wieder im Handel (Nachdruck der 3., erweiterten Auflage).

Zu dem sehr einfühlsamen Film über den Papst, der seine Heimat liebt, hier:

Klein Bayern im Vatikan  (Ausstrahlung am 6. Januar um 11.15 Uhr)

En.News

Adventskalender: Benedictus Deus in donis suis

Von 11 Personen wurde bis zum Stichdatum am 25. Dezember die richtige Antwort zur Auflösung des diesjährigen Adventskalenders eingereicht. Sie lautet: Benedictus Deus in donis suis - Gepriesen sei Gott in seinen Gaben. Es ist ein Vers aus dem traditionellen Tischgebet nach dem Abendessen. Gewonnen hat nach Auslosung Helga Fernekeß, Trostpreise gehen an Dominik Witkowski und Maurice van Stiphout. 

Wer sponsort die neue Website der Ratzinger-Bibliothek?

Werbung für Sponsoren auf unseren Websites möglich

Die Bibliothek des Campo Santo Teutonico erhält derzeit eine eigene Website für den online-Katalog, der auch den gesamten Bestand der Römischen Bibliothek Joseph Ratzinger / Benedikt XVI. erfasst. Die neue Seite wird im Januar online gehen. Dafür suchen wir Sponsoren, da die einmaligen Kosten von ca. 4.000,- unser Bugdet überfordern. Hinzu kommen jährliche Unterhaltskosten von über 1.000,-. Die neue Website ist erforderlich, da das aktuelle Katalogsystem veraltet ist. Allen, die uns helfen, die Kosten zu stemmen, können dauerhafte, augenfällige Werbe-Buttons auf die Startseiten unserer Websites stellen. Auch kleine Beiträge sind sehr willkommen.

Spenden

Neues Mitglied des RIGG: Mario Galgano

Mario Galgano (* 1980 in Schwyz/Schweiz) hat in Fribourg Geschichte, Journalismus und Romanistik studiert. Derzeit promoviert er an derselben Universität bei Prof. Volker Reinhardt. Galganos Dissertation behandelt das Bild der Eidgenossenschaft bei den Luzerner Nuntien (1586 bis 1654). Für die Universität Fribourg hat er unter anderem über die Schweiz-Reisen des heiligen Karl Borromäus geforscht und publiziert. Seit 2006 arbeitet Galgano als Redakteur beim deutschsprachigen Programm von Radio Vatikan in Rom und war zuvor Pressesprecher der Schweizer Bischofskonferenz. Er ist Mitglied der Erzbruderschaft am Campo Santo Teutonico.

Neues Mitglied des RIGG: Peter Beer

Prälat Dr. Peter Beer (* 1966 in Kelheim), ausgebildeter Pädagoge und langjähriger Generalvikar der Erzdiözese München, zieht in die Casa Santa Maria in Rom um und wird Professor am Zentrum für Kinderschutz der "Gregoriana". Daneben bleibt Beer Vorsitzender des Stiftungsrats der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Beer knüpft in Rom an seine Lehrtätigkeit als Honorarprofessor für Religionspädagogik an der damaligen Philosophisch-Theologischen Hochschule der Salesianer Don Boscos in Benediktbeuern an.

Teresa Lohr in Kunstgeschichte promoviert

Am 22. November bestand Teresa Lohr, die 2013-2014 Assistentin am RIGG war, erfolgreich ihre Doktorprüfung in Kunstgeschichte an der Universität Erlangen-Nürnberg. Ihre Doktorarbeit behandelt „Die künstlerische Ausstattung der Kirche Santa Maria della Pietà auf dem Campo Santo Teutonico in Rom“. Doktorvater war Prof. Dr. Christian Hecht (Weimar) und Zweitgutachter Stefan Heid. Die für den Campo Santo hoch spannende Promotionsschrift wird als Supplementband der RQ erscheinen. Wir gratulieren con affetto ed abbraccio!

Das Institut der vier Kardinäle

Sieht man einmal davon ab, dass Papst Benedikt XVI. Mitglied des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft ist, was einer eigenen Würdigung bedarf, so zählt das Institut vier Kardinäle zu seinen Mitgliedern: Die Eminenzen Walter Brandmüller, Walter Kasper, Kurt Koch und Gerhard Ludwig Müller. Alle vier waren zu Beginn ihrer Karriere Universitätsprofessoren, bis auf Kardinal Brandmüller alle auch Diözesanbischöfe. Jeder von ihnen ist durch seine kuriale Tätigkeit und vor allem durch seine Publikationen weltweit bekannt und angesehen. Die Görres-Gesellschaft, die keine kirchliche Einrichtung ist, darf sich glücklich schätzen, solche Gelehrte in den eigenen Reihen zu haben. Sie setzen die Tradition des ersten Kardinals fort, der in der Görres-Gesellschaft eine herausragende Rolle spielte, Kardinal Joseph Hergenröther aus Würzburg, Mitglied des Ehrenpräsidiums der Görres-Gesellschaft, der in den 1880er Jahren das Vatikanische Geheimarchiv erstmals der größeren Öffentlichkeit zugänglich machte.