Aus aller Welt

Nachrichten rund um den Globus

Aus aller Welt

Ursula Nilgen (1931-2018)

Das jüngst erschienene Römische Jahrbuch der Bibliotheca Hertziana (Bd. 43, 2017/18) veröffentlicht einen Nachruf von Susanne Wittekind auf Ursula Nilgen, die in Düsseldorf geborene Kunsthistorikerin. Sie verstarb im Alter von 88 Jahren in München, wo sie 1982-1996 als Professorin für Mittelalterliche und Neuere Kunstgeschichte wirkte. Ihre Forschungen galten vor allem der Ausstattung römischer Kirchen von der Spätantike an, ebenso der mittelalterlichen Buch- und Schatzkunst. Nilgen war vielfach dem Römischen Institut der Görres-Gesellschaft verbunden.

Plinius der Jüngere: der Virus des Christentums

Plinius der Jüngere schreibt als römischer Statthalter in Bithynien (Kleinasien, heute Türkei) um 111-112 einen Brief an Kaiser Trajan, in dem er das Christentum als eine höchst ansteckende Religion beschreibt:

"Die Angelegenheit scheint mir der Beratung zu bedürfen, vor allem wegen der großen Zahl der Angeklagten; denn vielen jeden Alters, jeden Standes, auch beider Geschlechter wird der Prozeß gemacht und vielen wird er in Zukunft noch gemacht werden. Nicht nur über Städte, sondern auch über Dörfer und Flecken hat sich die Seuche dieses Aberglaubens ausgebreitet; man scheint sie aufhalten und heilen zu können" (ep. 10,96).

Natürlich will Plinius dem Kaiser Erfolge melden und daher hofft er, dass durch die Verfolgung und Eindämmung des christlichen Glaubens die Ansteckung gebannt wird, die alten Tempel wieder öffnen und die Opferschlachtungen wieder beginnen können.

Mehr zu Christen und Heiden

Newsletter 2/2020 der Görres-Gesellschaft

Der neue Newsletter der Görres-Gesellschaft sticht durch das coronabedingte neue Format der Webinare und die akademischen Karriereberatungen hervor, die neue Wege der Kommunikation eröffnen. Wichtig ist auch der Hinweis auf den YouTube-Kanal der GG, auf der die Webinare und auch interessante Buchvorstellungen aus dem Bereich der Kunstgeschichte zu sehen sind.  

Das Römische Institut ist durch Beiträge über den Besuch von Franziskus am Campo Santo Teutonico, die Tagung über Raffael und die geplante Sponsorenreise im November 2021 nach Rom vertreten.

Direktoriumsmitglied Prof. Dr. Arnd Uhle stellt seine Arbeit als Leiter der rechts- und staatswissenschaftlichen Sektion der GG vor.

Newsletter

Ein verstecktes Juwel: Funde und Ausgrabungen im Bezirk Trier

Die Zeitschrift "Funde und Ausgrabungen im Bezirk Trier" (Bibliothek des Campo Santo: H 137) des Rheinischen Landesmuseums Trier bietet in jedem Heft interessante und mit vielen Abbildungen hervorragend präsentierte Aufsätze, die auch von allgemeinem Interesse sind. Im jüngsten Heft  (51, 2019) sind etwa Beiträge von Sabine Faust über Füllhörner, von Lothar Schwinden über Weinschiffe und von einem Autorenteam über frühchristliche Bestattungstraditionen zu finden. Heraus sticht auch der Beitrag von Jürgen Merten über den "Großen Trier-Plan" der 1930er Jahre: "die an sich großartige Idee eines modernen Trierer Zentralmuseums" (S. 120).

Rev. Hugh O'Flaherty, der Campo Santo und Irland

Der irische Geistliche Hugh O'Flaherty, der 1943/44 in Rom Tausenden von Flüchtlingen geholfen hat, war Kollegiat des Campo Santo Teutonico und organisierte von dort aus sein Hilfswerk. 2016 wurde ihm dort eine Gedenktafel errichtet (bei der Aula Papst Benedikt XVI.). In der mehrfach ausgestrahlten Phoenix-Fernsehsendung "Irland von oben" wird der unerschrockene Priester ausführlich gewürdigt, leider ohne Erwähnung des Campo Santo Teutonico. Man sieht aus der Luft O'Flaherty's Heimat Cork und das Priesterseminar in Killerney.  Vor dem Seminar steht ein auffallendes Bronzedenkmal (siehe Bild).

Mehr über Hugh O'Flaherty

Weihnachtsgeschenke: Bücher statt Bellezza ?!

Die einen konnten in Corona-Zeiten die Ausgaben für Aftershave und Make-up reduzieren und haben unerwartet mehr Geld für Bücher zur Verfügung. Die anderen haben schon die Wohnung grundsaniert, jedes Puzzle gepuzzelt und brauchen nun was für den Geist? Da können wir helfen:

oder anderes als Bücher: