Aus aller Welt

Nachrichten rund um den Globus

Aus aller Welt

Zum Tod des französischen Archäologen Noël Duval

Ein Nachruf von Jutta Dresken-Weiland

Am 12. Dezember verstarb in Paris nach langer und schwerer Krankheit Prof. Dr. Noël Duval im Alter von 88 Jahren. Er war einer der Gründer der Association pour l’Antiquité tardive und der Zeitschrift „Antiquité tardive“, die zu den wichtigsten Organen der Christlichen Archäologie gehört. Die Association und die Zeitschrift verdanken ihm viel, sie waren Projekte, die ihm am Herzen lagen und für die er sich, solange es ihm möglich war, nach Kräften engagierte und die er erfolgreich voranbrachte.

Camposantiner Gerhard Schneider wird Weihbischof

Dr. Gerhard Schneider, Priester der Diözese Rottenburg-Stuttgart, wird neuer Weihbischof. Schneider verbrachte 1997/98 ein Freijahr in Rom am Campo Santo Teutonico, wo er von Erwin Gatz und den Kollegiaten aufgrund seiner besonnenen, klugen Art sehr geschätzt wurde. Schneider hat sich als Repetent am Wilhelmsstift und als Leiter des Vor-Seminars Ambrosianum, das er selber maßgeblich aufgebaut hat, für die jungen Theologen und Theologinnen verdient gemacht, die er auch regelmäßig auf Exkursionen nach Rom geführt hat. Seit 2017 leitet er die Hauptabteilung Liturgie und Berufungspastoral seiner Diözese. 

Wir trauern mit Frankreich um Notre Dame

Rom weiß, welchen Schock ein solcher Brand wie jetzt in Notre Dame de Paris auslösen kann. 1823 brandte St. Paul vor den Mauern bis auf den Grund ab. Damals führte dies zu einer großen Solidarisierung unter den Christen weltweit, aber auch in der islamischen Welt: Der ägyptische Vizekönig Muhammed Ali stiftete wertvolle Säulen für den Wiederaufbau, die heute an der Eingangswand stehen. Erst 1854 war der Wiederaufbau beendet. Der heilige Papst Pius IX. beging die feierliche Einweihung anlässlich der Dogmatisierung der Immaculata in Anwesenheit von vielen hundert Bischöfen aus aller Welt.

Bestseller bei Schnell & Steiner: "Altar und Kirche" - russische Rezension

In den ersten drei Monaten wurde Altar und Kirche. Prinzipien christlicher Liturgie über 750x verkauft. Damit ist das Buch seit Jahren das bestverkaufte Wissenschaftsbuch des Verlags Schnell & Steiner (Regensburg).

Inzwischen liegt auch eine russische Rezension vor.

Der Dogmatiker und Ratzinger-Preisträger Prof. Dr. Karl-Heinz Menke (Bonn) hat einen Ostergruß geschickt mit den Worten: "mit herzlichem Dank und großer Bewunderung gratuliere ich Dir zu Deinem neuen Werk "Altar und Kirche", das ich die letzten beiden Tage mit wachsender Begeisterung gelesen habe. Deine Ausdrucksweise ist schnörkellos klar, die Argumentation stets äußerst differenziert und umsichtig, die Illustration phantastisch. Da ist Dir etwas Bleibendes gelungen; einfach großartig!" (Email 24.4.2019)

Mathias Mütel neuer "Bildungsminister" im Bistum Basel

Dr. Mathias Mütel, 2010 bis 2012 Assistent am Römischen Institut der Görres-Gesellschaft, wurde von Bischof Felix Gmür zum neuen Verantwortlichen des Bistums Basel für Bildung ernannt. Mütel, der aus Hamburg stammt, wurde während seiner Zeit in Rom an der Universität Trier mit einer Arbeit über das Trienter Konzil promoviert, die in der blauen Reihe der Gesellschaft für Konziliengeschichtsforschung bei Schöningh erschienen ist. Danach ging er, frisch verheiratet, als Pastoralassistent nach Langnau. Seine Frau Alexandra ist Kunsthistorikerin. Das RIGG freut sich über diese Berufung und gratuliert dem Bischof zu seiner exzellenten Wahl! 

Wie man einen Bischof degradiert, oder: die Weisheit der Alten

Die Bibliothek des Campo Santo Teutonico birgt so manche Schätzchen, darunter ein Pontificale Romanum in rotem Leder und mit Goldschnitt aus dem Jahr 1888, jenem Jahr, in dem das Römische Institut der Görres-Gesellschaft gegründet wurde. Das Pontificale enthält die dem Bischof vorbehaltenen Riten. Darin findet man erstaunliche Dinge, so im 3. Teil (S. 87-94) die "Forma degradationis", also die Riten zur Absetzung (Laisierung) eines Klerikers, angefangen vom Bischof bis hinab zum Tonsurierten. In solchen Riten spricht sich eine jahrhundertelange Weisheit der Kirche im Umgang mit notorischen Halunken im Klerikerrock aus, eine Weisheit, die im Optimismus der Nachkonzilszeit verloren und mit der alten Liturgie unter ging.

Wilhelm Imkamp im Fernsehen mit unserem Buch "Päpstlichkeit und Patriotismus"

Prälat Dr. Wilhelm Imkamp, ehemaliger Kollegiat am Campo Santo Teutonico zu Zeiten von Erwin Gatz und langjähriger Wallfahrtsdirektor in Maria Vesperbild im Bistum Augsburg, zog vor wenigen Monaten ins großartige Kloster Sankt Emmeram, den Regensburger Stammsitz von Thurn und Taxis, um. Aus diesem Anlass gab er katholisch1.tv ein Interview (hier das ganze Interview). Dabei ließ er großzügig sein Arbeitszimmer filmen, auf dem Schreibtisch ganz oben liegt unser bestes Buch Päpstlichkeit und Patriotismus. Der Campo Santo Teutonico: Ort der Deutschen in Rom zwischen Risorgimento und Erstem Weltkrieg (hier der Beweis (bearbeiteter Screenshot aus katholisch1.tv)). Wir bedanken uns für diese willkommene Werbung: Das Buch lohnt!