Aus aller Welt

Nachrichten rund um den Globus

Aus aller Welt

Ein verstecktes Juwel: Funde und Ausgrabungen im Bezirk Trier

Die Zeitschrift "Funde und Ausgrabungen im Bezirk Trier" (Bibliothek des Campo Santo: H 137) des Rheinischen Landesmuseums Trier bietet in jedem Heft interessante und mit vielen Abbildungen hervorragend präsentierte Aufsätze, die auch von allgemeinem Interesse sind. Im jüngsten Heft  (51, 2019) sind etwa Beiträge von Sabine Faust über Füllhörner, von Lothar Schwinden über Weinschiffe und von einem Autorenteam über frühchristliche Bestattungstraditionen zu finden. Heraus sticht auch der Beitrag von Jürgen Merten über den "Großen Trier-Plan" der 1930er Jahre: "die an sich großartige Idee eines modernen Trierer Zentralmuseums" (S. 120).

Darf ein Papst seinen Nachfolger bestimmen? - der Fall Bonifaz II.

Von Matthias Simperl

Neuere Forschungen zeigen, dass das römische Papstbuch, der sog. Liber pontificalis, keineswegs als päpstliche Propagandaschrift entstand.  Wie kritisch die Autoren des Werks, wahrscheinlich Angehörige des stadtrömischen Klerus, ihren eigenen Bischof mitunter sahen, wird an der Ausführlichkeit deutlich, mit der eine Episode aus dem Pontifikat Bonifatiusʾ II. (530-532) geschildert wird.

Rev. Hugh O'Flaherty, der Campo Santo und Irland

Der irische Geistliche Hugh O'Flaherty, der 1943/44 in Rom Tausenden von Flüchtlingen geholfen hat, war Kollegiat des Campo Santo Teutonico und organisierte von dort aus sein Hilfswerk. 2016 wurde ihm dort eine Gedenktafel errichtet (bei der Aula Papst Benedikt XVI.). In der mehrfach ausgestrahlten Phoenix-Fernsehsendung "Irland von oben" wird der unerschrockene Priester ausführlich gewürdigt, leider ohne Erwähnung des Campo Santo Teutonico. Man sieht aus der Luft O'Flaherty's Heimat Cork und das Priesterseminar in Killerney.  Vor dem Seminar steht ein auffallendes Bronzedenkmal (siehe Bild).

Mehr über Hugh O'Flaherty

Weihnachtsgeschenke: Bücher statt Bellezza ?!

Die einen konnten in Corona-Zeiten die Ausgaben für Aftershave und Make-up reduzieren und haben unerwartet mehr Geld für Bücher zur Verfügung. Die anderen haben schon die Wohnung grundsaniert, jedes Puzzle gepuzzelt und brauchen nun was für den Geist? Da können wir helfen:

oder anderes als Bücher:

R. I. P. Prof. Dr. Stephan Haering O. S. B.

Mit Bedauern erreichte uns die Nachricht vom plötzlichen Ableben des verehrten Professor Dr. Stephan Haering O. S. B.  Er verstarb am 18. November in München im Alter von 61 Jahren. Professor Haering war seit 2005 Mitglied der Görres-Gesellschaft, seit 2011 Inhaber des Lehrstuhls für Kirchenrecht, insbesondere Verwaltungsrecht sowie Kirchliche Rechtsgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 1979 hatte er die Profess in der Abtei Metten (Diözese Regensburg) abgelegt, wo er fünf Jahre später die Priesterweihe erhielt. 1987 wurde in Theologie promoviert und 1996 im Kanonischen Recht habilitiert. Der Gelehrter war mit unserem Institut freundschaftlich verbunden und sollte am 8. Mai 2021 einen Vortrag über den Synodalen Weg im Rahmen der Tagung „Neue Aspekte des kirchlichen Lebens – in memoria Erwin Gatz“ referieren. Möge er ruhen in Frieden.

Links J. Engemann während der Fahrradtour der Bonner Archäologiestudenten an der Ahr, Fronleichnam 1991

Der Christliche Archäologe Josef Engemann verstorben

Am 14. November ist in Salzburg Prof. Dr. Josef Engemann im Alter von 94 Jahren verstorben. Engemann bleibt untrennbar mit der Universität Bonn und dem Franz Joseph Dölger-Institut verbunden. Tatsächlich gehört er letztlich noch in die Klauser-Schule. Als Lehrer der Christlichen Archäologie war er in hohem Maße geschätzt durch sein breites Wissen und seine kritische und überaus sorgfältige Art, die Dinge zu betrachten. Mit der römischen Archäologie blieb er stets verbunden, auch wenn ihm längere Forschungen in Rom nicht vergönnt waren. 1991 war er Präsident des Interrnationalen Kongresses für Christliche Archäologie in Bonn. Die Wertschätzung, die Engemann bei seinen Kollegen genoss, drückte sich 1992 in der üppigen Festschrift mit dem schönen Titel "Tesserae" aus.

Tagung mit Michael Matheus in Ninfa - Rückblick

Ende Oktober fand in Ninfa eine kleine (online-)Tagung zum Thema "Dalla Pompei del Medioevo ai Giardini di Ninfa" statt, in welcher der Ursprung und die Geschichte dieses Ortes rekapituliert wurden, der sich heute als ein faszinierender Garten in einer Ruinenlandschaft präsentiert. Ende November 2017 hatten auch die Teilnehmer der Tagung "Päpstlichkeit und Patriotismus" diesen Ort im Südosten Roms besucht, der sogar zu dieser späten Jahreszeit noch seine romantische Ausstrahlung hat. 

Vorträge (Youtube)

Die Erlöserkirche in Bad Homburg - byzantinisch oder germanisch?

Ein bemerkenswerter Artikel des Christlichen Archäologen Philipp Niewöhner (Göttingen) in der neuesten Byzantinischen Zeitschrift  (Campo Santo Teutonico, Sign. H 34) über "Byzantinisch oder germanisch? Zur Ambivalenz wilhelminischer Mosaiken am Beispiel der Erlöserkirche in Bad Homburg" (BZ 223, 2020, 905-922) hat mich an meine Schulzeit am Kaiserin-Friedrich-Gymnasium erinnert (Liste der Absolventen der KFS). Wenn ich recht entsinne, war ich nur ein einziges Mal in der Erlöserkirche, nämlich in der Unterstufe, als der Kinderchor das Agnus Dei der Matthäus-Passion mitsingen musste (wohl an einem Karfreitag).