Wo Vergangenheit Zukunft hat

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Kardinal Paul Josef Cordes stellt neues Buch über Campo Santo Teutonico vor

Termin
Datum: 09.12.2018
Ort: Campo Santo Teutonico

Päpstlichkeit und Patriotismus. Der Campo Santo Teutonico: Ort der Deutschen in Rom zwischen Risorgimento und Erstem Weltkrieg (1870-1918)

Kardinal Dr. Paul Josef Cordes stellt das Buch um 10.30 Uhr vor.

Das neue Buch über den Campo Santo Teutonico, herausgegeben von Stefan Heid und Karl-Joseph Hummel, erscheint im November im Verlag Herder exakt ein Jahr nach der großen Tagung, die im November 2017 über die "deutsche Kolonie" in Rom im Zwiespalt zwischen dem italienischen Nationalstaat, dem untergegangenen Kirchenstaat und dem neuen Deutschen Reich stattfand. Anlass der Tagung war damals der 100. Todestag des Gründungsrektors des Priesterkollegs Anton de Waal (1837-1917).

Hier das neue Buch bestellen

Der neue Band folgt dem 2015 erschienenen Band Orte der Zukunft und personeller Netzwerke über den Campo Santo Teutonico im Zweiten Weltkrieg. In der neuen Publikation geht es um die Deutschen und den Campo Santo Teutonico in der Zeit bis zum Ersten Weltkrieg, eine ausgesprochen spannende und vielseitige Epoche deutscher Geschichte in Rom. Beide Bände sind ähnlich aufgemacht und bilden schon äußerlich ein Doppelwerk über die jüngere Geschichte des Campo Santo.

Mitarbeiter und Autoren des 816-seitigen, reich illustrierten Bandes, das umfangreiches Quellenmaterial zum Ersten Weltkrieg aus deutsch-römischer Sicht bietet, sind:

  • Hans-Georg Aschoff
  • Martin Baumeister
  • Rainald Becker
  • Hartmut Benz
  • Thomas Brechenmacher
  • Dominik Burkard
  • Johannes Grohe
  • Stefan Heid
  • Karl Joseph Hummel
  • Johan Ickx
  • Georg Kolb
  • Jürgen Krüger
  • Volker Lemke
  • Jean-Louis Quantin
  • Peter Rohrbacher
  • Stefan Samerski
  • Edith Maria Schaffer
  • Maurice van Stiphout
  • Gerd Vesper

Vorträge & Tagungen

Radioecho zum Liber Pontificalis

Radio Vatikan (neudeutsch Vaticannews) bringt von Prof. Dr. Klaus Herbers ein Interview zur Tagung über den Liber Pontificalis, die vom 21. bis 24. November am Campo Santo Teutonico stattgefunden hat. Das Interview führte Christina Höfferer.

Hier finden Sie das Interview.

Römische Notizen & aus dem Institut

Neues RIGG-Mitglied: Christian Jung

Dr. Christian Jung hat Philosophie, Klassische Philologie, Indologie, Indogermanistik und Musikwissenschaft an den Universitäten Tübingen, Oxford, Paris, Heidelberg und Wien studiert und arbeitet derzeit als Erwin-Schrödinger-Fellow des österreichischen FWF an einem Forschungsprojekt zu Meister Eckharts frühen Pariser Quaestionen. Er ist Visiting Research Fellow am King’s College London, Assoziierter Gastwissenschaftler am Max-Weber-Kolleg Erfurt und Senior Postdoc an der Universität Salzburg. Außerdem war er Rom-Stipendiat der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und lehrt regelmäßig Philosophie an den Universitäten Frankfurt, Salzburg und Wien. Von ihm liegen Monographien zu Aristoteles und Meister Eckhart sowie weitere Veröffentlichungen zur antiken und mittelalterlichen Philosophie, zum Deutschen Idealismus und zur jüdischen Philosophie vor. Parallel zu seinen geisteswissenschaftlichen Studien hat er auch Sologesang (Tenor) sowie Gesangs- und Klavierpädagogik in Linz und Wien studiert. Seine besondere Liebe gilt dem Gregorianischen Choral.

 

Aus aller Welt

Die ersten Christen in Rom

Anlässlich einer Führung in den Priscilla-Katakomben mit einer Studentengruppe aus Siegen unter Leitung von Prof. Dr. Andreas Hoffmann (Kath. Theol.) und Prof. Dr. Bernd Kollmann (Ev. Theol.) konnten die bereits bestehenden Kontakte zwischen dem RIGG und der Uni Siegen vertieft werden. Bernd Kollmann trat jüngst mit einer sehr ansprechenden Publikation Die ersten Christen in Rom hervor, die eine große Verbreitung verdient. Dabei kam das Gespräch auch auf die Frage, ob es überhaupt Hauskirchen gab, wie häufig für Rom angenommen wird (dazu jetzt ausführlich Altar und Kirche).

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