Römisches Institut der
Görres-Gesellschaft

Wissenschaftszentrum für Geschichte seit 1888

Aus dem Institut

Römische Görres-Stipendiaten gehen nach Jerusalem

Rom und Jerusalem gehören zusammen, das gilt für die ganze Geschichte des Christentums, das gilt nun auch für die Stipendiaten des Römischen Instituts. Denn ab dem nächsten Jahr sollen alle Stipendiaten die Möglichkeit haben, einen Monat im Heiligen Land zu verbringen. Der Anfang wird mit Christopher Helbig und Ignacio García gemacht, die im Juli reisen. Sie wohnen in der Dormitio-Abtei und haben somit direkten Kontakt zu dem von P. Nikodemus Schnabel geleiteten Jerusalemer Institut der Görres-Gesellschaft. Ihr näherer Ansprechpartner und "Betreuer" ist Dr. Georg Röwekamp, der im ehemaligen Görres-Haus neben der Schmidtschule am Damaskustor wohnt und durch seine vielfältigen Arbeiten zum frühchristlichen Jerusalem (Pilgerbericht der Egeria) ein ausgewiesener Kenner ist. Dank der Unterstützung durch den Deutschen Verein vom Heiligen Land und die großzügige Spende eines Görres-Mitglieds kann der Aufenthalt voll finanziert werden. Auch in den nächsten Jahren soll dieser Weg weiter beschritten werden.

Neues RIGG-Mitglied: Lorenzo Planzi

Dr. Lorenzo Planzi (* 1984 in Locarno/Schweiz), Kollegiat am Campo Santo Teutonico, studierte an der Universität Fribourg (Schweiz), wo er den Master of Arts in Geschichte, den Bachelor of Theology und das Doktorat in Zeitgeschichte erwarb. Zurzeit arbeitet er in Rom an einem Postdoc-Projekt des Schweizerischen Nationalfonds über „Die Schweiz unter dem diplomatischen Blick des Heiligen Stuhls (1873-1920). Von der Versteifung des Kulturkampfes zu humanitärer Zusammenarbeit im Ersten Weltkrieges, von der Schliessung der Luzerner Nuntiatur im Jahre 1873 bis zu seiner Wiedereröffnung im Jahr 1920 in Bern“. Er verfasste mehrere Bücher über die politische und religiöse Geschichte der Schweiz in italienischer und französischer Sprache. In seinem jüngsten Buch erzählt er die Geschichte des Collegio Papio in Ascona: Il Collegio Papio di Ascona. Da Carlo Borromeo alla diocesi di Lugano.

Neues RIGG-Mitglied: Matija Jerković

Matija Jerković ist Kunsthistoriker und Doktorand der Fakultät für Kirchengeschichte und Kirchliches Kulturerbe an der Gregoriana (Prof. Yvonne Dohna). Sein Forschungsinteresse liegt auf der Rezeption der modernen visuellen Kunst durch den Heiligen Stuhl. Konkret erforscht er die Beteiligung des Vatikans an der Biennale von Venedig (1895-) mit der Fragestellung der (Überwindung der) Trennung von Kunst und Kirche in der säkularisierten Gesellschaft. Er hat den Magister in Kunstgeschichte von der Gregoriana, den Magister in Theologie und Philosophie von der Universität Zagreb und ist zum Fachkurs an der Vatikanischen Schule für Paläographie, Diplomatik und Archivwissenschaft zugelassen.

Römische Quartalschrift jetzt mit Vierfarbendruck

Der Verlag Herder hat die Römische Quartalschrift nunmehr noch attraktiver für Autorinnen und Leser gemacht. Ab der nächsten Nummer sind vierfarbige Abbildungen hoher Qualität möglich. Ein Demo-Exemplar liegt den Herausgebern bereits vor. Mit dieser technischen Fortentwicklung ist eine bessere Darbietung des Bildmaterials möglich. Das ist besonders wichtig und willkommen, da die Römische Quartalschrift regelmäßig auch kunsthistorische und archäologische Beiträge bietet. Ein Grund mehr, jetzt die RQ zu abonnieren!

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Neues RIGG-Mitglied: Christian Alexander Ulbrich

Christian Alexander Ulbrich (* 1991 in Bamberg) studierte nach dem Abitur in Erlangen (Latein, Musik) Wirtschaftswissenschaften und absolvierte bei Siemens eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Seit 2015 studiert er Theologie in München. Auslandsaufenthalte haben ihn nach London, Olso und Valencia geführt. Neben Klavierunterricht nahm er in Boston Gesangs-, Tanz- und Schauspielunterricht. Derzeit verbringt er ein Freijahr in Rom und besucht u.a. das "Romseminar" für deutschsprachige Freisemester am Angelicum bei S. Heid.

Neues RIGG-Mitglied: Dilson de Oliveira Daldoce Jr.

Dilson de Oliveira Daldoce Jr. (* 1987 in Muriaé, Brasilien), Kollegiat am Campo Santo Teutonico, ist Doktorand der Philosophie an der Lateranuniversität. Er beschäftigt sich vor allem mit der sogenannten früheren deutschen phänomenologischen Bewegung – insbesondere in Bezug auf die philosophisch-phänomenologische Anthropologie nach Edmund Husserl und Edith Stein. Daldoce studierte an der Pontificia Universitas Lateranensis in Rom und der Pontifícia Universidade Católica do Paraná in Curitiba (Brasilien). Er erwarb das Baccalaureat der Philosophie und der katholischen Theologie. Den Master of Arts erwarb er 2013 mit einer Arbeit über die operative Anwendung der phänomenologischen Methode in der Theologie. Er gehört zum Schülerkreis von Prof. Dr. Angela Ales Bello und Prof. Dr. Anna Maria Pezzella, die seine Promotion betreuen.

Unser 200. Mitglied in Rom: Andrea A. Verardi

Während der glänzend verlaufenen Tagung des RIGG zum Liber Pontificalis, organisiert von Prof. Dr. Klaus Herbers und Matthias Simperl, trat Dr. Andrea Antonio Verardi dem Römischen Institut der Görres-Gesellschaft bei und ist somit aktuell das 200. Mitglied. Gratulation! Dr. Verardi  (* 1982 Gallipoli) ist Experte für die frühe Textgeschichte des römischen Liber Pontificalis (Papstchronik). Er hat seine Forschungen u.a. in Wien und Paris betrieben. Derzeit geht er Lehraufträgen für Mittelaltergeschichte in Rom an der Sapienza und Gregoriana nach.

Neues RIGG-Mitglied: Florian Rösch

Florian Rösch (* 1994 in München) studierte Ägyptologie/Koptologie, Byzantinistik und Kath. Theologie in München und hört seit September 2018 am Päpstl. Orientalischen Institut in Rom. Seine aktuelle Forschung gilt der koptischen Version der apokryphen Prochorosakten sowie der koptischen Homiletik. Darüber hinaus ist er Mitarbeiter im DFG-Projekt Memoria Apostolorum an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Presseecho der Sponsorenreise des RIGG: Neuß-Grevenbroicher Zeitung

Ludger Baten, Chefreporter der im Rheinland weit verbreiteten NGZ, hat aus eigener Anschauung in der Ausgabe vom 17. November einen großen Beitrag über die Sponsorenreise des RIGG veröffentlicht. Es war die dritte Reise dieser Art anlässlich des 17. Internationalen Festivals für Sakralmusik und Sakralkunst in Rom, an der 22 Förderinnen und Förderer des Instituts teilnahmen. Das Programm bestand aus einer Mischung von exklusiven Führungen, einem Ausflug in die Chigi-Stadt Ariccia und außergewöhnlichen Konzerten in den großen Basiliken Roms, u.a. mit Justus Frantz. Der Artikel stellt nicht nur das römische Institut, sondern auch die ganze Görres-Gesellschaft einem breiten Lesepublikum vor. Die Görres-Gesellschaft als katholische Wissenschaftsvereinigung kann sich gewiss nicht zu einem Reiseunternehmen entwickeln, aber das Potential, Mitgliedern und finanziellen Förderern außergewöhnliche Erlebnisse, nicht nur in Rom, zu vermitteln, ist gewiss nicht ausgereizt. 

Hier zur NGZ