Aus aller Welt

Nachrichten rund um den Globus

Aus aller Welt

Villa Vigoni und Christiane Liermann

Neue Generalsekretärin des renommierten Deutsch-Italienischen Zentrums Villa Vigoni am Comer See ist seit Oktober die Historikerin Dr. Christiane Liermann. Seit 1995 war sie dort als wissenschaftliche Referentin tätig. Das Zentrum wurde 1986 von der Bundesrepublik Deutschland gegründet, um die deutsch-italienischen Beziehungen in den Bereichen Wissenschaft, Bildung und Kultur unter Einbeziehung ihrer Verknüpfungen mit Wirtschaft, Gesellschaft und Politik durch Studienaufenthalte, Kolloquien, Rundtischgespräche, Seminare und andere Veranstaltungen zu fördern. Frau Liermann ist Mitglied der Görres-Gesellschaft und hat auf der Tagung "Päpstlichkeit und Patriotismus" am RIGG im November letzten Jahres einen faszinierenden Vortrag über Vincenzo Gioberti und den katholischen Patriotismus des italienischen Risorgimento gehalten.

Zum Tagungsband "Päpstlichkeit und Patriotismus"

Mariano Delgado Ehrendoktor der Hochschule Sankt Augustin

Prof. Dr. Mariano Delgado, seit 2010 Leiter der Sektion Religionswissenschaft, -geschichte und Ethnologie der Görres-Gesellschaft, hat den Ehrendoktor der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Steyler Missionare in St. Augustin bei Bonn bekommen. Delgado befasst sich intensiv mit der spanisch-hispanischen Missionsgeschichte und war 2014 maßgeblich an der Organisation der Generalversammlung der Görres-Gesellschaft in Fribourg beteiligt, wo er seit 1997 lehrt. Wir gratulieren!

Näheres finden Sie hier.

Meine erste Begegnung mit der Konziliengeschichtsforschung auf Zypern

Die seit 1973 bestehende Gesellschaft für Konziliengeschichtsforschung führte im Oktober eine glänzende Tagung in Rom zum Thema "Konzil und Minderheit" durch. Seit langem finden regelmäßig alle zwei Jahre solche Tagungen statt, so etwa 2016 in Berlin, 2014 in Wien und 2012 in Fribourg.  Im Oktober 1999 tagte die Gesellschaft in Nicosia auf Zypern. Gastgeber war der vollendet höfliche und vielsprachige Prof. Evangelos Chrysos. Damals lernte ich den erlauchten Kreis erstmals kennen. Johannes Grohe zeigte während des Ausflugs der diesjährigen Tagung nach Vescovio einige Fotos der vergangenen Veranstaltungen, darunter ein Gruppenfoto vor dem Erzbischöflichen Palast von Nicosia, in der Mitte der Metropolit Crysostomos I. von Zypern (1927-2007).

Vortrag am Jerusalemer Institut der Görres-Gesellschaft

Termin
Datum: 17.10.2018
Ort: Jerusalem

Detlef David Bauszus von der Universität Essen spricht im Rahmen der Görres-Vorträge über Joseph Görres, den Namensgeber der Görres-Gesellschaft. Die Veranstaltung beginnt am Mittwoch, 17. Oktober, um 20 Uhr auf der Dormitio Abtei.

Ein Nachruf auf Stefan Weinfurter

Der bekannte Mediävist Stefan Weinfurter ist tot. Das Mitglied der Görres-Gesellschaft war Rom eng verbunden. Ein Nachruf von Michael Matheus

Völlig überraschend verstarb am 27. August 2018 im Alter von 73 Jahren in seinem Wohnort Mainz Stefan Weinfurter. Der 1945 in Südböhmen (Prachatice) geborene und in Bayern aufgewachsene Spezialist für die Geschichte des frühen und hohen Mittelalters zählte auch dank seiner Präsenz im zahlreichen deutschen Fernsehproduktionen und Hörfunksendungen zu den bekanntesten Historikern in Deutschland. Lehrstühle für Mittelalterliche Geschichte bekleidete er an den Universitäten Eichstätt (1982–1987), Mainz (1987–1994), München (1994–1999) und Heidelberg (1999–2013).

Generalversammlung in Bamberg: Presseecho

Die 121. Generalversammlung der Görres-Gesellschaft wartete in Bamberg mit exzellenten Vorträgen auf. Hervor stach der Festvortrag von Johannes Hasselbeck über den Dreißigjährigen Krieg in Bamberg. Öffentliche Wahrnehmung zu erhalten, ist heutzutage allerdings schwer. Das zeigt sich zumindest im geringen online-Echo der Generalversammlung trotz sehr guten Besuchs (ca. 400 Teilnehmer), Prominenz und hoch spannender Themensetzung. Immerhin berichtete Der Neue Wiesenbote über das Rahmenthema Krieg und Frieden. Die Sektion für Rechtswissenschaft unter Prof. Arnd Uhle (Mitglied des Direktoriums des RIGG) hat es zu einem überregionalen Zeitungsbeitrag in der Tagespost über die Rechte der Kinder geschafft.  Die diesmal mit einer Tagung in der Tagung vertretene Sektion für Medizin fiel trotz ihres ausgezeichneten Programms über das Gesundheitssystem im demographischen Wandel leider aus der tagespolitischen Wahrnehmung heraus. Die Website der Deutschen Bischofskonferenz berichtete über die Ehrung ihres Sekretärs Pater Dr. Hans Langendörfer

Wünsche für die Generalversammlung der Görres-Gesellschaft

Zur Eröffnung der allerersten Generalversammlung der Görres-Gesellschaft an Pfingsten 1876 in Frankfurt am Main sprach der Mainzer Domdekan Johann-Baptist Heinrich Wünsche aus, die auch nach 142 Jahren aktuell sind:

  1. Möge unser Verein für alle Pfleger und Freunde der Wissenschaft, die sich demselben anschließen, ein Band gegenseitiger Hochachtung und Freundschaft werden. Sich kennen lernen, von Zeit zu Zeit ein paar Stunden beisammen sein, ist schon ein großer Gewinn.
  2. Möge in allem Wirken unseres Vereins stets jene Bescheidenheit und jene friedliche Ruhe herrschen, die eben so sehr dem Geiste des Christenthums als dem Geiste echter Wissenschaft eigen sind. Absolut fremd ist uns die Aufregung der Politik [...].
  3. Vor allem aber möge unser Verein und mögen seine Mitglieder niemals ein Haarbreit abweichen von unserm obersten Grundsatze, von unserer ersten Ueberzeugung, von unserm festen Glauben: daß zwischen der göttlich geoffenbarten Wahrheit und der wahren Wissenschaft nie ein Widerspruch, nie ein Zwiespalt möglich [...].

Hier nachzulesen (S. 19).

Programm der diesjährigen Generalversammlung, 28.-30. September in Bamberg

Antrittsvorlesung von Andreas Weckwerth

Termin
Datum: 25.10.2018
Ort: Eichstätt

Prof. Dr. Dr. Andreas Weckwerth hält um 16 Uhr im Jesuitenrefektorium des Collegium Willibaldinum seine Antrittsvorlesung als Professor für Alte Kirchengeschichte und Patrologie zum Thema "Sermo horrebat incultus? Sprache und Stil der Bibel als ästhetisches Problem und dessen theologische Bewältigung im antiken Christentum". Weckwerth hat einen vorausgegangenen Ruf nach Tübingen abgelehnt. Die theologische Fakultät der Universität Eichstätt befindet sich in einem Erneuerungs- und Profilierungsprozess und es ist zu wünschen, dass noch weitere gute Berufungen erfolgen. Weckwerth ist Mitglied der Sektion für Altertumskunde der Görres-Gesellschaft und hat sich auf dem Feld der Konzilienforschung profiliert. Er ist Autor der Römischen Quartalschrift.

Abschiedskolloquium und Ehrung für Michael Matheus

Termin
Datum: 18.10.2018
Ort: Mainz

Der Arbeitsbereich ›Vergleichende Landesgeschichte‹ und das Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz laden ein zu einem zweitägigen Abschiedskolloquium für Prof. Dr. Michael Matheus, den Lehrstuhlinhaber für Geschichte an der Uni Mainz und Mitarbeiter zahlreicher Wissenschaftseinrichtungen. Am Donnerstagabend findet zudem eine feierliche Verabschiedung statt.

Das ganze Programm finden Sie hier.

Matheus, Mitglied des Direktoriums des RIGG, hat 2013 die Tagung zum 125jährigen Bestehen des RIGG zum Thema "Orte der Zuflucht und personeller Netzwerke. Der Campo Santo Teutonico und der Vatikan 1933-1955" angestoßen, aus der ein sehr erfolgreicher Band hervorgegangen ist.

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