Veröffentlichungen

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Das Römische Institut der Görres-Gesellschaft betreut im wesentlichen folgende Publikationen bzw. Projekte:

Römische Quartalschrift (RQ)

Umschlag der QuartalsschriftDie „Römische Quartalschrift" (RQ) mit dem vollen Titel „Römische Quartalschrift für Christliche Altertumskunde und Kirchengeschichte" ist sozusagen die Hauszeitschrift des Priesterkollegs am Campo Santo Teutonico (Vatikan). Jedenfalls wurde sie 1887 als solche vom Rektor des Campo Santo, Anton de Waal, gegründet, um dem wissenschaftlichen Anspruch des Priesterkollegs gerecht zu werden. Über Jahrzehnte hinweg haben die Kapläne und Stipendiaten des Hauses ihre Forschungen darin veröffentlicht. Seit 1953 wird die Zeitschrift „im Auftrage des Priesterkollegs am Campo Santo Teutonico in Rom und des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft" herausgegeben, derzeit von Stefan Heid (verantwortlich) und Theofried Baumeister O.F.M. in Verbindung mit Wolfgang Bergsdorf, Thomas Brechenmacher, Dominik Burkard, Jutta Dresken-Weiland, Pius Engelbert O.S.B., Hans-Peter Fischer, Rudolf Schieffer und Günther Wassilowsky. Die Betreuung und Redaktion der Zeitschrift liegt ausschließlich beim Görres-Institut, während das Kolleg die Assistentenfreistelle als Redaktionsassistenz finanziert. Man findet die RQ praktisch in jeder wissenschaftlichen Bibliothek. Aufgrund ihrer Verbreitung (ca. 300 Abonnements) erscheint sie ohne Druckkostenzuschuss im Herder-Verlag.

Die RQ deckt die gesamte Kirchengeschichte einschließlich der Christlichen Archäologie ab und ist im Raum der katholischen Kirchengeschichtsschreibung anzusiedeln. Sie versteht sich als streng wissenschaftlich orientiertes Organ. Jeder eingegangene Beitrag wird dem Peer-Review-Verfahren unterworfen, d. h. er wird mindestens zwei wissenschaftlichen Gutachten unterzogen; erst danach entscheidet der verantwortliche Herausgeber über die Annahme. Es kann auch eine bedingte Annahme erfolgen, wenn dem Verfasser Korrekturen und Änderungen auferlegt werden.

Auf der ERIH Initial List "Religious Studies and Theology" (2007) der European Science Foundation rangiert die RQ auf der Höchststufe A.

RQ-Supplementbände:

Seit 1893 besitzt die RQ eine monographische Ergänzungsreihe, in der gewichtige Studien in unregelmäßiger Zeitfolge erscheinen.

Die letzten Bände sind:

61. P. Theofried Baumeister O.F.M., Martyrium, Hagiographie und Heiligenverehrung im christlichen Altertum, Rom u.a. 2009.

60. Ingo Herklotz, Die Academia Basiliana. Griechische Philologie, Kirchengeschichte und Unionsbemühungen im Rom der Barberini, Rom u.a. 2008.

59. Rainald Becker, Wege auf den Bischofsthron. Geistliche Karrieren in der Kirchenprovinz Salzburg in Spätmittelalter, Humanismus und konfessionellem Zeitalter (1448-1648), Rom u.a. 2006.

58. Edeltraud Klueting / Harm Klueting / Hans-Joachim Schmidt (Hg.), Bistümer und Bistumsgrenzen vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart, Rom u.a. 2006.

57. Knut Schulz / Christiane Schuchard, Handwerker deutscher Herkunft und ihre Bruderschaften im Rom der Renaissance. Darstellung und ausgewählte Quellen, Rom u.a. 2005.

56. Martin Leitgöb, Vom Seelenhirten zum Wegführer. Sondierungen zum bischöflichen Selbstverständnis im 19. und 20. Jahrhundert. Die Antrittshirtenbriefe der Germanikerbischöfe (1837-1962), Rom u.a. 2004.

55. Jutta Dresken-Weiland, Sarkophagbestattungen des 4.-6. Jahrhunderts im Westen des Römischen Reiches, Rom u.a. 2003.

54. Knutz Schulz, Confraternitas Campi Sancti de Urbe. Die ältesten Mitgliederverzeichnisse (1500/01-1536) und Statuten der Bruderschaft, Rom u.a. 2002.

53. Dominik Burkard, Staatskirche – Papstkirche – Bischofskirche. Die „Frankfurter Konferenzen“ und die Neuordnung der Kirche in Deutschland nach der Säkularisation, Rom u.a. 2000.

52. P. Marcel Albert O.S.B., Die katholische Kirche in Frankreich in der vierten und fünften Republik, Rom u.a. 1999.

53. Dominik Burkard, Staatskirche, Papstkirche, Bischofskirche : die "Frankfurter Konferenzen" und die Neuordnung der Kirche in Deutschland nach der Säkularisation, Rom u.a.

54. Knut Schulz, Confraternitas Campi Sancti de Urbe: die ältesten Mitgliederverzeichnisse (1500/01 - 1536) und Statuten der Bruderschaft, Rom u.a. 2002.

55. Jutta Dresken-Weiland, Sarkophagbestattungen des 4. - 6. Jahrhunderts im Westen des Römischen Reiches, Rom u.a. 2003.

56. Martin Leitgöb, Vom Seelenhirten zum Wegführer: Sondierungen zum bischöflichen Selbstverständnis im 19. und 20. Jahrhundert ; die Antrittshirtenbriefe der Germanikerbischöfe (1837 - 1962), Rom u.a. 2004.

57. Knut Schulz / Christiane Schuchard, Handwerker deutscher Herkunft und ihre Bruderschaften im Rom der Renaissance: Darstellung und ausgewählte Quellen, Rom u.a. 2005.

58. Edeltraud Klueting, Bistümer und Bistumsgrenzen vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart, Rom u.a. 2006.

59. Rainald Becker, Wege auf den Bischofsthron: geistliche Karrieren in der Kirchenprovinz Salzburg in Spätmittelalter, Humanismus und konfessionellem Zeitalter (1448 - 1648) , Rom u.a. 2006.

60. Ingo Herklotz, Die Academia Basiliana. Griechische Philologie, Kirchengeschichte und Unionsbemühungen im Rom der Barberini, Rom u.a. 2008.

61. Theofried Baumeister, Martyrium, Hagiographie und Heiligenverehrung im christlichen Altertum, Rom u.a. 2009.


Weitere Projekte:

Die Öffnung des Vatikanischen Archivs für die gelehrte Forschung unter Papst Leo XIII. gehörte zu den auslösenden Momenten der Gründung des RIGG und gab ihm zugleich weite Möglichkeiten der Forschungen. Zwei Großprojekte wurden begonnen und abgeschlossen bzw. stehen vor dem Abschluss.

UmschlagseiteKölner Nuntiaturberichte

Bereits kurz nach der Gründung des RIGG (1888) beschloss der Vorstand der Görres-Gesellschaft 1889, neben den Trienter Konzilsakten auch die im Vatikanischen Archiv liegenden Nuntiaturberichte aus Deutschland zu bearbeiten. Dies geschah letztlich in Absprache mit dem Königlich-preußischen Historischen Institut in Rom (DHI), das sich mit den Nuntiaturberichten über die Reformationszeit, und dem Österreichischen Institut, das sich der Nuntiatur am Kaiserhof in Wien in nachtridentinischer Zeit widmen wollte. Das RIGG sollte nunmehr die Nuntiaturberichte vom Kaiserhof und die Kölner Nuntiatur 1585-1605 (Pontifikate Sixtus V., Urban VII., Gregor XIV., Innozenz IX., Clemens VIII.) herausgeben. Der erste Band erschien 1895 durch Stephan Ehses und Aloys Meister. Schon mit dem zweiten Band 1899 kam das Unternehmen 1918 ins Stocken, wurde aber 1963 wiederaufgegriffen und neu definiert. Das nunmehr auf die Veröffentlichung der gesamten „Kölner Nuntiatur" zielende Projekt unter dem Titel „Nuntiaturberichte aus Deutschland nebst ergänzenden Aktenstücken. Die Kölner Nuntiatur" geht seinem Ende entgegen. 2009 veröffentlichte Dr. Peter Schmidt (Köln) die Akten der Jahre 1614-1616 des Nuntius Antonio Albergati; der letzte Band wird die Jahre 1617-1621 umfassen. Die Herausgabe erfolgt im Auftrag der Görres-Gesellschaft mit Beteiligung des RIGG.

Lit.: F. Rottstock, Studien zu den Nuntiaturberichten aus dem Reich in der zweiten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts. Nuntien und Legaten in ihrem Verhältnis zu Kurie, Kaiser und Reichsfürsten, München 1980, 4-10.

Akten des Konzils von Trient

Heinrich Denifle O.P. empfahl der Görres-Gesellschaft 1893, die Akten des Konzils von Trient (1545-1563) herauszugeben. Dieser Vorschlag wurde angenommen. Auch hier stand die Görres-Gesellschaft als ganzer, aber in besonderer Weise das RIGG in der Verantwortung. Die insgesamt 20bändige Edition erschien unter dem Titel „Concilium Tridentinum. Diariorum, actorum, epistularum, tractatuum nova collectio" (Freiburg 1901-2001). Als Herausgeber beteiligten sich Sebastian Merkle, Umberto Mazzone, Theobald Freudenberger, Stephan Ehses, Alois Postina, Vinzenz Schweitzer, Gottfried Buschbell, Angelo Massarelli, Joachim Birkner, Hubert Jedin und zuletzt Klaus Ganzer. Die Edition der Akten ist nunmehr abgeschlossen. Der bedeutendste Erfoscher des Trienter Konzils war Hubert Jedin, der 1939-1943 am Campo Santo Teutonico arbeitete (vgl. H. Jedin, Lebensbericht, Mainz3 1988, 102-115).