Römische Notizen
allgemein
Römische Notizen
Ein Besuch im Baptisterium des Laterans
Dienstag, den 14. Mai 2013
Studienreise der Theologen der Universität Graz
Frau Dr. Michaela Sohn-Kronthaler, Professorin für Kirchengeschichte an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Graz sowie Leiterin des Instituts für Kirchengeschichte und Kirchliche Zeitgeschichte, war vor einigen Jahren des öfteren bei den Autorenkonferenzen von Prof. Erwin Gatz im Collegio Teutonico. Zusammen mit Prof. Dr. Bernd Körner (Dogmatik) unternahm sie Anfang Mai eine Rom-Exkursion mit 30 Theologiestudenten. Das dichte Programm sah auch einen Besuch im Lateranbaptisterium vor.
Vereidigung der Schweizer Garde
Montag, den 06. Mai 2013
Wie jeden 6. Mai findet auch heute die Vereidigung der neuen Rekruten der Schweizer Garde statt, dieses Mal nicht im Damasushof, sondern wegen schlechten Wetters im durchaus unromantischen Ambiente der Audienzhalle. Der Termin erinnert an den Sacco di Roma 1527, als die erst 1506 gegründete Garde ihr erstes und bislang letztes blutiges Gefecht zur Verteidigung des Papstes führte. In der Schweizer Kapelle des Campo Santo Teutonico ist der Hauptmann, der damals fiel, bestattet. Diese Kapelle fiel nicht der Restaurierung der Kirche in den 1970er Jahren zum Opfer und bewahrt daher noch die historischen Gräber im Boden. Die Wenigsten wissen, dass es einen Freundeskreis der Schweizer Garde gibt. Was bekommt man dafür? "Als kleines Geschenk laden wir Sie jedes Jahr persönlich zu einem Anlass ein, der eigens für die AMICI organisiert wird". Ob das die Vereidigung einschließt? Hier erfahren Sie mehr.
Wenn Päpste in den Vatikanischen Gärten wohnen
Sonntag, den 28. April 2013
von Hartmut Benz
Wenn Benedikt XVI. Anfang Mai seinen Altersruhesitz inmitten der Vatikanischen Gärten, im ehemaligen Kloster „Mater Ecclesiae“, bezieht, so wird er nicht der erste Papst sein, der in den „Giardini Vaticani“ sesshaft wird. Während der Jahre der „Römischen Frage“ (1870 – 1929), als die Päpste das ihnen verbliebene Territorium um den Apostolischen Palast nicht verließen, war es besonders Leo XIII. (1810 – 1903), der die Gärten als Ort der Erholung nutzte – und bewohnte. Schon kurz nach seinem Pontifikatsantritt (1878) ließ er in den Gärten einen Weinberg anlegen, bei dessen Kultivierung er selbst oft Hand anlegte.
Ein Besuch bei den Fosse Ardeatine
Dienstag, den 23. April 2013
Vor einigen Tagen besuchte der informelle Kreis deutschsprachiger Dozenten in Rom die nahe bei der Kallixtkatakombe gelegenen Fosse Ardeatine. Sie sind ein italienisches Nationaldenkmal gegen den Terror der deutschen Besatzung 1943-1944. Leider taucht das Stichwort "Fosse Ardeatine" in praktisch keinem der gängigen Rombücher auf. Ein Tourist will solche Stätten nicht unbedingt besuchen, obwohl sie doch in diesem Fall direkt neben der Kallixtkatakombe liegt und keinen Eintritt kostet (Öffnungszeit jeden Tag ca. 9.00 bis 17.00 Uhr).
2. Mai: Tagung in Rom "Josef Ratzinger und Erik Peterson"
Dienstag, den 23. April 2013
Am Donnerstag, dem 2. Mai, veranstaltet die Pontificia Academia Theologica in Zusammenarbeit mit der Regensburger Ratzinger-Stiftung in der Aula der Universität S. Croce in Rom von 15,00 bis 17,30 Uhr eine Kurztagung zum Thema "Josef Ratzinger ed Erik Peterson. Due itinerari teologici". Hauptredner sind Prof. Dr. Thomas Söding (Bochum), Prof. Dr. Albert Gerhards (Bonn) und Prof. Dr. Hanna-Barbara Gerl-Falkowitz (Dresden-Wien). Erik Peterson hat die Theologie Josef Ratzingers beeinflusst. An drei zentralen Aspekten - Hl. Schrift, Liturgie und Kultur - gehen die Referenten diesem Einfluss des bedeutenden Bonner Konvertiten Peterson nach (hier das Programm).
Auf dem Weg mit Papst Franz
Freitag, den 15. März 2013
Viele Premieren gab es am 13. März im Vatikan bei der Wahl des neuen Papstes zu feiern: der erste Lateinamerikaner, der erste Jesuit und der erste Träger eines bisher noch nie gewählten Papstnamens. Jorge Mario Bergoglio ist Papst Franziskus. Den heiligen Franz von Assisi als Programm zu wählen ist ein mutiger und herausfordernder Schritt. Anspruch und Erwartung sind enorm: War Franziskus zu Lebzeiten – er wirkte vor (genau) 800 Jahren – nicht ein Rebell und Störenfried für Papst und Klerus?
Anna Maria Ramieri in memoriam
Mittwoch, den 13. März 2013
Totenmesse 13. März um 14.30 Uhr in S. Lorenzo in Damaso
Am Vormittag des 12. März verstarb die Professorin für Museologie des Päpstlichen Instituts für Christliche Archäologie. Sie erlag einer tückischen Krankheit, die erst Ende letzten Jahres entdeckt wurde. Ihr früher Tod ist für alle Kollegen und Studenten des PIAC ein schwerer Schlag, persönlich wie akademisch. Sie war eine anerkannte, aktive und kompetente Kollegin. Seit Jahrzehnten dem PIAC verbunden, trug sie viel zu dessen wissenschaftlicher Reputation bei. Ihre große Liebe galt Rom, der Stadt ihrer Familie. Ihre Mutter war im selben Haus bei der Chiesa Nuova erst vor wenigen Wochen hochbetagt verstorben. Das Foto zeigt Anna Maria auf der gemeinsamen Studienfahrt des Instituts auf Sardinien 2009 (Zweite von rechts). R.I.P.
S. Heid
Unsinn ist weiter verbreitet als man glaubt
Dienstag, den 05. März 2013
Aber auch daraus kann mal lernen
„Sempre i tedeschi!“ wird mancher Italiener gestöhnt haben, als sich herausstellte, daß „der falsche Bischof“, den man am Montag (4. März) vor der ersten Generalkongregation der Kardinäle enttarnte und des Vatikans verwies, ein Deutscher war. Ralph Napierski aus Berlin ist als notorischer „Klerikal-Hochstapler“ kein Unbekannter: Bischof sei er und Oberhaupt des katholischen Ritterordens „Corpus Dei“! Ordnungsgemäß geweiht sei er natürlich auch, so „verkündet“ Napierski auf diversen, obskuren Webseiten, und zwar von „Bischof Athanasius Maria Seiwert“, als dessen Generalvikar er fungiere.
Das Wahlgremium der Kardinäle
Freitag, den 01. März 2013
„Apostolica Sedes Vacans“ – seit Donnerstagabend, 20.00 Uhr, ist der Stuhl Petri verwaist. Unmittelbar nach dem auf dieses Datum angekündigten Amtsverzicht Benedikts XVI. trat im Vatikan die Apostolische Kammer zusammen, um die in einer Vakanz erforderlichen Schritte einzuleiten.
Sancta Sede Vacante
Freitag, den 01. März 2013
Die Kirche ist ohne Papst
Und gerade der Amtsverzicht, ein gewichtiger und neuer Schritt, den nicht alle verstehen, hat aller Welt den zwar leisen, aber festen Mut und die heitere Gelassenheit dieses Mannes gezeigt: tatsächlich ist Benedikt XVI. kein einziges Mal vor den Wölfen zurückgewichen und er hat sich niemals von seiner Verstörung angesichts des Schmutzes und der Skandale überwältigen lassen, die er hingegen in aller Entschiedenheit bekämpft hat, mit der Unterstützung zahlreicher Mitarbeiter, wie er immer wieder wiederholt hat, vor allem aber im Gebet, das die Kirche für ihn als den Nachfolger Petri emporsteigen ließ. Und vielleicht ist die heitere Gelassenheit, die aus dem Gottvertrauen kommt und so sichtbar von seinem Gesicht ausgeht, das dauerhafteste Erbe dieses Papstes, der ein unvergessliches Pontifikat in Frieden und auf eine neue Art beschließt.
G. M. Vian
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