Konrad Repgen verstorben - R.I.P.

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altHier die Traueranzeige der Familie

Am Sonntag Abend, dem 2. April, ist in Bonn Prof. Dr. Konrad Repgen im Alter von 93 Jahren verstorben. Er war eine herausragende Gestalt der deutschen Geschichtswissenschaft und der Görres-Gesellschaft. Seit 1975 war er Mitglied des Direktoriums des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft, zudem 1976 bis 2009 im Beirat der Römischen Quartalschrift. Er hat also über die gesamte Zeit der Ära Gatz die Geschicke des Instituts mitgeprägt, wobei es Gatz anfangs gegenüber den großen Repgen, Iserloh und Jedin nicht leicht fiel, Profil zu gewinnen. In der Römischen Quartalschrift hat Repgen fünf Aufsätze vor allem zu einem seiner Hauptforschungsgebiete, der Frühen Neuzeit und des Konzils von Trient, veröffentlicht.

Fünf Öffentliche Vorträge hielt er am Campo Santo Teutonico, davon einen im Rahmen der Tagung "Katholische Reform" 1988 (veröffentlicht in RQ 1989). Wichtig war auch seine Teilnahme an der Tagung zur Kirchengeschichte als theologischer Wissenschaft (veröffentlicht in RQ 1985).

Am 1. November 1952 begann Repgen als Stipendiat am RIGG (er wohnte nicht am Campo Santo, sondern in der via Germanico), wechselte aber ein Jahr später als Assistent an das Deutsche Historische Institut. Seit dieser Zeit war er dem Römischen Institut eng verbunden. Ich persönlich habe Prof. Repgen mehrfach in Rom, bei den Generalversammlungen der Görres-Gesellschaft und zuletzt im Oktober 2012 in München auf der 50-Jahrfeier der Kommission für Zeitgeschichte getroffen, wo er sich wie immer sehr lebhaft für die Dinge in Rom interessiert hat. S.Heid